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Zwei neue Ansprechpartner beim Sozialwerk Tostedt

Frank Möller, hier beim Packen von Kleiderspenden, ist der neue Leiter des Sozialwerks Tostedt
bim. Tostedt. „Man kann immer einen Grund finden, etwas nicht zu tun, aber auch Gründe, um etwas zu tun“, sagt Frank Möller. Der selbstständige Handwerksmeister aus der Nordheide hörte 2010 im Christus Centrum Tostedt die Predigt des moldawischen Pastors Victor Pavlowski, die ihn tief bewegte. Er erfuhr von der politischen Situation und der Armut in Moldawien, auch „Armenhaus Europas“ genannt. Seither engagiert sich der 52-Jährige im Sozialwerk Tostedt, dessen Vorsitz er jetzt von Dominic Ellßel übernommen hat.
„Der durchschnittliche Monatslohn in Moldawien beträgt 80 Euro, die Rente im Schnitt 35 bis 40 Euro, wobei die Hälfte der Senioren keine Rente erhält“, berichtet Frank Möller. 2010 begleitete er erstmals einen Hilfstransport des Sozialwerks nach Moldawien. „Es ist unbeschreiblich, was man vor Ort erlebt, und die Dankbarkeit, die man spürt“, erzählt er. Das ehrenamtliche Engagement im Sozialwerk, unter dessen Dach der Kindergarten Spatzennest, das Kinder- und Familienzentrum sowie die humanitäre Hilfe vereint sind, liegt ihm am Herzen.
2012 übernahm Frank Möller mit einem Team Ehrenamtlicher die Koordination der humanitären Hilfe, u.a. für die Ukraine, den Kosovo, Serbien und Moldawien. Die Spenden werden beim Sozialwerk sortiert und in Kartons gepackt. Sobald genug Kartons gepackt sind, startet der nächste Hilfstransport - im Schnitt sechs bis acht pro Jahr. Derzeit werden auch verstärkt Kleiderspenden für die Flüchtlinge in Tostedt angenommen.
Gemessen an der Zeit, investiert Frank Möller einen Arbeitstag pro Woche ins Ehrenamt. Dann muss seine Frau, mit der der zweifache Vater seit fast 20 Jahren glücklich verheiratet ist, auf ihn verzichten. „Wenn man mit dem Herzen dabei ist und man ein tolles Team hat, bekommt man das aber hin“, sagt er.
Neu ist ebenfalls die Leitung des Kindergartens „Spatzennest“. Diese Aufgaben hat Petra Handke nun von Angelika Reimer übernommen, die sich nach 15 Jahren neuen Herausforderungen stellen möchte. Bei den Kleinen ist die 57-jährige Erzieherin aber bestens bekannt, arbeitet sie doch bereits seit neun Jahren in der Einrichtung, davon sieben Jahre als stellvertretende Leitung. „Die gute pädagogische Arbeit, die Angelika Reimer mit uns im Team entwickelt hat, werde ich weiter fortsetzen“, kündigt Petra Handke an.
Sie freut sich aber auch wie ein Kind darauf, noch einmal die Schulbank zu drücken. Denn in den kommenden Monaten wird sie eine Fortbildung zur Fachwirtin für Kindertagesstätten absolvieren. „Vieles weiß ich natürlich schon. Und manches, das ich am Wochenende lerne, kann ich montags gleich anwenden. Das motiviert mich“, sagt Petra Handke, die nun die Ansprechpartnerin ist für 63 Kinder in drei Gruppen, zehn Erzieher sowie Vertretungskräfte, Praktikanten, Küchen- und Raumpflegepersonal.