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BFC platzt aus allen Nähten

Björn Schierenbeck (re.) überreichte Hans-Jürgen Lorenschat vom Buchholzer FC ein Trikot mit den Unterschriften der Werder-Profis

Fußballklub hofft auf Sportplatzneubau / Björn Schierenbeck berichtet von Werder Bremens Nachwuchs-Leistungszentrum

os. Buchholz. Seine hervorragende Jugendarbeit wird für den Buchholzer Fußball-Club (BFC) zunehmend zum Problem. "Wir platzen aus allen Nähten", betonte Hans-Jürgen Lorenschat, 2. Vorsitzender des BFC, jetzt auf der Veranstaltung "BFC meets Friends". Rund 30 Förderer kamen in die BFC-Arena am Holzweg.
Der reine Fußballverein hat derzeit 35 Jugend- und Erwachsenen-Mannschaften im Spielbetrieb, am Holzweg gibt es aber nur drei Plätze. "Wir hoffen, dass zeitnah in Buchholz ein Kunstrasenplatz entsteht", sagte Lorenschat. Er werde auch das Gespräch mit der AG Buchholzer Sportvereine über weitere Trainingszeiten auf anderen Plätzen suchen. "Wir wollen keine Unruhe bei den anderen Klubs stiften", versicherte Lorenschat. "Wir haben einfach große Not."
Lorenschat stellte noch einmal das größte Projekt des BFC vor: den Bau des neuen Vereinsheims. Wie berichtet, muss das alte, baufällige Gebäude am Holzweg ersetzt werden. Der Verein rechnet mit Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich. Mit verschiedenen Aktionen versucht der Verein, Geld für den Neubau zu generieren. Bei einer Altmetall-Sammlung kamen jüngst vier Tonnen Schrott zusammen. Am kommenden Samstag, 18. Juli, folgt von 10 bis 14 Uhr ein Flohmarkt für Kinder- und Sportartikel am Holzweg. Der Erlös fließt ebenfalls in den Sportheimneubau.
Zudem plant der BFC die Versteigerung von Original-Trikots. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bereits ein Trikot mit den Unterschriften aller 2014er-Weltmeister zugeschickt. Seit Freitag steht auch ein Trikot des Kooperationspartners Werder Bremen mit den Unterschriften aller aktuellen Bundesliga-Profis zur Verfügung. Überreicht wurde es von Björn Schierenbeck (41), Leiter des Werder-Nachwuchs-Leistungszentrums.
Schierenbeck gab den Gästen von "BFC meets Friends" einen interessanten Einblick in die Nachwuchsförderung eines Fußball-Bundesligisten. Diese sei von immer mehr Spezialisten geprägt, betonte Schierenbeck, der einst 16 Bundesligapartien für Werder bestritt. Neben lizenzierten Fußballtrainern habe Werder auch Psychologen, Pädagogen und Leistungsdiagnostiker auf seiner Gehaltsliste.
Wichtig sei, realistisch mit den jungen Fußballern im Leistungszentrum und im angeschlossenen Internat umzugehen. "Die wenigsten werden später ihren Traum vom Fußballprofi leben", sagte Schierenbeck. Er skizzierte den Tag der Nachwuchsspieler, der morgens um 6.30 Uhr beginnt und mitunter erst um 21.30 Uhr nach einer Schuleinheit endet. Große Hoffnungen setzt Werder Bremen in seine U23-Mannschaft, die in die 3. Liga aufgestiegen ist. Sie sei für Nachwuchskräfte eine gute Gelegenheit, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Schierenbeck: "Die U23 ist zunächst ein hoher Kostenfaktor für den Verein. Auf lange Sicht wird sie sich aber rentieren. Wir stehen voll zu unserer U23!"