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Buxtehuder Ehepaar auch nach 65 Jahren noch verliebt

Noch immer ist die Liebe groß: Christa und Franz Landau haben sich vor 65 Jahren das Ja-Wort gegeben

Christa und Franz Landau feiern im Februar ihre „Eiserne Hochzeit“

ab. Buxtehude. Vor 65 Jahren gaben sie sich das Ja-Wort: Christa (89) und Franz (87) Landau aus Buxtehude. Die Liebe sei noch genauso groß wie damals, als sie sich in Nordrhein-Westfalen kennenlernten und ineinander verliebten, sagt das Paar. „Wir können uns nach einem Streit nie länger als eine Stunde böse sein“, verrät Christa Landau.

Die „Hamburger Deern“ und der Ostpreuße lernten sich während ihrer Arbeit auf einem Bauernhof im Münsterland kennen. „Mein Mann wurde damals aus Ostpreußen ausgewiesen, weil er die polnische Staatsangehörigkeit nicht annehmen wollte“, erinnert sich Christa Landau. Sie selbst sei über Umwege ins Münsterland gekommen. Nachdem sie sich näher kennengelernt hatten, wollten sie heiraten.
Doch das ging nicht ohne Probleme vonstatten.

„Als ich das Aufgebot bestellte, war mein Mann noch keine 21 Jahre alt und nach damaligen Gesetzen noch nicht volljährig“, erzählt sie. Franz Landaus älteste Schwester - insgesamt hatte er acht Geschwister - habe so sehr gegen die Hochzeit gewettert, dass das Paar beschloss, sie abzusagen. Es war der Familie ein Dorn im Auge, dass Christa protestantischen Glaubens und Franz katholisch war. „Mit unterschiedlichen Konfessionen eine Ehe zu schließen, war damals verpönt“, sagt Christa Landau. „Zwölf Monate später haben wir dann trotzdem geheiratet - ganz heimlich, mit fremden Menschen als Trauzeugen“, fügt sie hinzu. Um der Familie ihres Mannes entgegenzukommen, sei sie einen Tag vor der Eheschließung zum katholischen Glauben konvertiert. Später habe sich das Verhältnis zwischen der jungen Frau und den Landaus gebessert.

„Sie haben festgestellt, dass ich meinen Mann gut versorge. Das hat sie beruhigt.“
Im Jahr 1958 adoptierten sie einen drei Monate alten Jungen und bauten ein kleines Haus, dass sie später aus finanziellen Gründen verkaufen mussten.
Danach ging es wieder aufwärts. Im Jahr 1980 zogen die Landaus nach Buxtehude und entdeckten ihre gemeinsame Vorliebe für die Buxtehuder Schützengilde. Franz, gelernter Klempner, erhielt eine sehr lukrative Anstellung.
„Ich habe sehr gut verdient“, sagt der 87-Jährige. „Zu jedem Schützenball bekam Christa bei Stackmann ein neues Kleid.“

Auch das Reisen verbindet Christa und Franz Landau. „Wir waren schon in Tunesien und Ägypten, in Bulgarien und in der Türkei. Es hat uns überall gefallen“, erzählt Franz Landau.

Ihre nächste Reise treten die Landaus im Mai an: Dann geht es in die Lübecker Bucht, nach Haffkrug. „Doch vorher feiern wir unsere Eiserne Hochzeit mit unserer Familie im Ovelgönner Hof“, sagt Christa Landau.