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Essel nach wie vor Transit-Strecke

Gerhard Seba zeigt, wo das Geschwindigkeits-Display schon bald stehen soll

Geestdorf wird auch nach Baumaßnahme von sehr vielen Lkw durchquert


sb. Essel. Zum Jahresbeginn wurde die neue Straße durch das kleine Geestdorf Essel nach umfassendem Umbau freigegeben. Sowohl die Bürger als auch Gerhard Seba, Bürgermeister von Kutenholz, zu dem Essel gehört, hatten damals gehofft, dass danach weniger Lkw durch Essel fahren würden. "Das hat sich aber nicht bewahrheitet", bedauert Seba. Aber: "Die Brummis fahren jetzt langsamer als zuvor."

Fahrbahnverengungen sowie ein deutlich markierter Radweg-Streifen auf der Straße sorgen dafür, dass in Essel jetzt weniger gerast wird als in der Vergangenheit. "Wenn sich zwei Lastwagen auf Höhe einer Verengung begegnen, muss sogar einer anhalten und den anderen durchlassen", hat Seba, der neben seinem Ehrenamt als Bürgermeister auch Polizist ist. "Das nimmt Geschwindigkeit aus dem Verkehr, führt jedoch beim Anfahren zu mehr Verkehrslärm und auch Emission."

Nach wie vor seien Essel, Aspe und Kutenholz beliebte Strecken für Transporter, die Waren aus Bremerhaven nach Hamburg bringen. In Aspe wurde für die Verkehrsberuhigung eine Blitzanlage installiert. Die sei den Fahrern aber inzwischen bekannt. "Da wird kurzzeitig abgebremst und danach wieder Gas gegeben", sagt Seba

In Essel wird in den kommenden Wochen eine Geschwindigkeits-Anzeigetafel installiert. "Das hatten sich die Esseler Bürger damals im Rahmen der Baumaßnahme gewünscht", erzählt der Bürgermeister. Jetzt soll eine Stromleitung gelegt und das Display zeitnah installiert werden. Halten Fahrer die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern ein, erscheint ein "Danke" in grüner Schrift. Wird gerast, erscheint ein "Langsam" in roten Lettern. "Diese Anzeigen haben eine erstaunlich positive Wirkung", sagt Seba. Die Kosten für Installation und Display in Höhe von rund 5.000 Euro übernimmt die Gemeinde Kutenholz. Der Landkreis bezuschusst das Projekt mit maximal 2.000 Euro.