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Geschäftsleute öffnen ihre WCs

Uli Koch (li.) und Gerhard Herbener vom Verein "Geest Landtouristik" verweisen auf die "Nette Toilette" im Fredenbecker Rathaus

"Nette Toilette" jetzt auch in Fredenbeck / "Pro Bürger" plädiert für Naturtoiletten auf Friedhöfen


sb. Fredenbeck. Die Blase drückt und keine öffentliche Toilette weit und breit - so sah es bis vor Kurzem in der Samtgemeinde Fredenbeck aus. Da wurde der Einkauf oder Spaziergang schnell zum Spießrutenlauf. Mit seinem Vorschlag, im Ortszentrum ein WC-Häuschen zu bauen, konnte sich der Seniorenbeirat bei der Samtgemeinde Fredenbeck nicht durchsetzen - die Kosten seien zu hoch, beschied die Verwaltung. Gemeinsam mit dem Verein Geest Landtouristik entstand deshalb die Idee, das Projekt "Nette Toilette" auf der Stader Geest zu etablieren.

Die Idee ist so einfach wie genial: Gastronomen, Geschäftsleute und öffentliche Gebäude gestatten Bürgern, ohne Kauf- oder Verzehrzwang während ihrer Öffnungszeiten kostenlos ihre WCs zu benutzen. Zu erkennen sind die teilnehmenden Einrichtungen an einem Schild im Eingangsbereich.

"Die Aktion ,Nette Toilette' ist ein geschützter Begriff", sagt Gerhard Herbener, Pressewart des Vereins "Geest Landtouristik". "Um ihn zu verwenden, haben wir die entsprechende Lizenz erworben. Die Kosten belaufen sich einmalig auf mehr als 1.000 Euro."

• Seit Ende Dezember beteiligen sich folgende elf Unternehmen und Einrichtungen aus der Samtgemeinde Fredenbeck an der Aktion: Autohaus Gotthard, Rathaus, Niedersachsenschänke, Fredenbäcker, Edeka Euhus (alle Fredenbeck), Golfpark, Restaurant Alte Lohmühle (beides Deinste), Restaurant Eichenhof (Helmste), Restaurant Wehler Deel (Wedel), Heimathaus „Op de Heidloh“ (Kutenholz) und Landhaus Hagenah (Hagenah).

• Für die Einrichtung von Naturtoiletten auf Friedhöfen setzt sich derzeit die freie Wählergemeinschaft "Pro Bürger" bei der Samtgemeinde Fredenbeck ein. Diese würde auch im Winter Besuchern die Nutzung eines WCs ermöglichen, wenn das Wasser in den Kapellen aus Frostschutzgründen abgestellt ist. Alternativ schlägt "Pro Bürger" vor, eine elektrische Wassererwärmung in den Kapellen zu installieren, damit die dort vorhandenen WCs ganzjährig genutzt werden können.