Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Mit Fußball die Welt verbessern: Trainer Peter Schnittger wurde jetzt mit der DFB-Verdienstspange ausgezeichnet

Jupp Heynckes und Günter Netzer gratulierten Peter Schnittger zu seiner Auszeichnung (Foto: Jörg Schnittger)
 
Am Rande der Ehrung hatte Peter Schnittger (li.) Zeit für ein Gespräch mit Trainer-Legende Jupp Heynckes (Foto: Peter Schnittger)

Peter Schnittger (73) dürfte in Deutschland wohl nur echten Fußball-Kennern ein Begriff sein. International zählt der Jesteburger aber zu den erfahrensten Trainern. Jetzt hat der Deutsche Fußball Bund ihn mit der Verdienstspange ausgezeichnet. Zu den Gratulanten gehörten die Fußball-Legenden Jupp Heynckes und Günter Netzer.
Schnittger hat in Afrika in neun verschiedenen Ländern gewirkt - unter anderem als Nationaltrainer in Kamerun, Madagaskar und dem Senegal.

mum. Jesteburg. Große Ehre für Peter Schnittger (73). Der Jesteburger wurde jetzt gemeinsam mit Bernd Fischer, Burkhard Pape und Karl-Heinz Weigang vom Deutschen Fußball Bund in Bonn im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 61. Fußball-Lehrer-Lehrgangs mit der DFB-Verdienstspange ausgezeichnet.
„Seit mehreren Jahrzehnten bringen diese Auslandsexperten in aller Welt den Fußball zu den Menschen, und in deren Herzen damit ganz oft Hoffnung, Zuversicht und Freude“, lobte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Männer, die jeweils als Entwicklungshelfer, Nationaltrainer oder als Technischer Direktor im Einsatz waren. „Verschiedene Funktionen für ein Ziel: Mit dem Fußball die Welt verbessern.“
Schnittger kann auf eine beachtliche Karriere als Nationaltrainer verweisen. Unter anderem war er an der Elfenbeinküste, in Kamerun, Äthiopien, Thailand, auf Madagaskar und in Benin im Einsatz.
„Ich freue mich sehr für meinen Freund Peter“, sagt der Jesteburger Hans Geiger. Die beiden Männer verbindet seit mehr als 30 Jahren eine tiefe Freundschaft. Schnittger verbringt den Winter in Dakar, der Hauptstadt Senegals. Im Sommer ist er in Jesteburg zu Hause.
„Es ist bewundernswert, was ihr auf euch allein gestellt im Ausland erreicht habt“, so Niersbach. „Ihr habt eine großartige Visitenkarte für den deutschen Fußball und unser Land abgegeben. Das Ansehen des deutschen Fußballs im Ausland ist riesengroß. Das liegt ganz wesentlich auch an eurer Arbeit.“ Außer der DFB-Verdienstspange erhielten die Geehrten noch einen Gutschein für zwei Personen zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft.
Im Rahmen der Gala wurde Jupp Heynckes (unter anderem Champions-League-Sieger mit Bayern München und Real Madrid) für sein Lebenswerk vom DFB ausgezeichnet. „Ich habe mich sehr gefreut, mit Jupp über vergangene Zeiten zu plaudern“, so Schnittger.
Peter Schnittger ist seit 1968 im Ausland als Trainer im Einsatz. Zunächst als Nationaltrainer der Elfenbeinküste. In Afrika hat Schnittger in neun verschiedenen Ländern gewirkt, in Personalunion als Technischer Direktor und Nationaltrainer in Kamerun (1970-1974), Madagaskar (1978-1985) und dem Senegal (1995-2000). Seine letzte Station war Algerien, von 2006 bis 2008 amtierte Schnittger dort als Technischer Direktor des algerischen Fußball-Verbandes. Zu seinen Erfolgen zählen der Halbfinal-Einzug beim Afrika-Cup mit der Elfenbeinküste 1970,
der 3. Platz beim Afrika-Cup mit Kamerun 1972. Als Klubtrainer von Canon Yaoundé gewann er 1971 den Afrikapokal der Landesmeister. Vom DFB wurde er im Jahr 2000 mit der Verdienstnadel ausgezeichnet.
Ab seinem 27. Lebensjahr arbeitete Schnittger für die Entwicklungshilfeorganisation GTZ, die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit. Diese schickte ihn als „Auslands-Sportexperten“ in Länder der Dritten Welt, um dort den Fußball zu fördern. „Die Nationalmannschaft bringt mir zwar Ruhm, dem Land aber nichts“, hatte Schnittger einst dem „Spiegel“ erzählt. Wichtiger sei es, für vernünftige Trainingsbedingungen im Jugendfußball und für eine gute Trainerausbildung zu sorgen.
„Ich gehe davon aus, dass Peter Ende April oder Anfang Mai wieder zurück in Jesteburg ist“, so Hans Geiger. „Ich freue mich schon sehr auf die Abende mit ihm, bei denen selbstverständlich viel über Fußball und gemeinsame Erlebnisse geredet werden wird.“