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Mit Entwässerung Haushalt "entschlacken": Erster Spatenstich für neue Klärmschlammvererdungsanlage in Salzhausen

Beim Spatenstich (v. li.): Tomma Freesemann, Wolfgang Krause, Linda Schmiedebach, Annegret Schröder und Hans-Joachim Abegg
ce. Salzhausen. "Für die Samtgemeinde Salzhausen ist diese Anlage eine echte Innovation!" Das sagte Verwaltungschef Wolfgang Krause am Montag beim ersten Spatenstich für den Bau der Klärschlammvererdungsanlage am Salzhäuser Klärwerk. Mit dabei waren Krauses Stellvertreterin Linda Schmiedebach, Gemeindebürgermeister Hans-Joachim Abegg, Annegret Schröder vom ausführenden Schneverdinger Bauunternehmen sowie Tomma Freesemann und Dr. Klaus Winter von der hessischen Firma Eko-Plant. Das auf Bau, Planung und Betrieb ökotechnischer Anlagen spezialisierte Unternehmen zeichnete zeichnet auch für den Neubau in Salzhausen verantwortlich. Die Samtgemeinde investiert rund 1,5 Millionen Euro in das Projekt.
Bei der Reinigung von Abwasser entsteht Klärschlamm. Mit Hilfe des Energie sparenden und Betriebskosten senkenden Vererdungsverfahrens vor Ort will die Samtgemeinde in Zukunft stabile Abwassergebühren erreichen. Bislang wird der Schlamm in eine Verbrennungsanlage nach Hamburg gefahren. Auf der zwei Hektar großen Vererdungsanlage entstehen bis September dieses Jahres fünf mit Schilf bepflanzte Beete, die ab Inbetriebnahme der Anlage die anfallenden etwa 21.000 Kubikmeter Klärschlamm aufnehmen und vererden sollen. Erforderlich ist dafür auch die Installation von Rohrleitungen, Pumpen und einer Steuerungstechnik für den vollautomatisierten Betrieb.
Der flüssige Schlamm verteilt sich in den Beeten und sickert langsam durch die Wurzelschicht, über der die Feststoffanteile zurückgehalten werden. Durch Sonneneinstrahlung und Verdunstungsleistung des Schilfs wird der Entwässerungsvorgang zusätzlich gesteigert. Gleichzeitig versorgt das Schilf die im Boden lebenden Mikroorganismen mit Sauerstoff, die den Schlamm zu Klärschlammerde "umbauen".