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Neuseeländer Nicholson reitet in Luhmühlen zum Sieg

Der Neuseeländer Andrew Nicholson siegte mit Mr Cruise Control in Luhmühlen

REITSPORT: Andreas Dibowski aus Döhle war bester deutscher Starter – überschattet wurde das Turnier vom tragischen Tod eines Pferdes

(cc). Der 53-jährige Vielseitigkeitsreiter Andrew Nicholson aus Neuseeland hat im Sattel von Mr Cruise Control die schwere Vier-Sterne-Prüfung beim internationalen Turnier in Luhmühlen gewonnen. Im abschließenden Springen am Sonntagnachmittag setzte er sich mit einem phantastischen Nullfehlerritt im Parcours durch. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Briten Zara Phillips mit High Kingdom und William Fox-Pitt mit Neuf des Coeurs. Bester deutscher Starter war Lokalmatador Andreas Dibowski aus Döhle bei Egestorf, der mit Avedon Neunter wurde. In der leichteren Prüfung von Luhmühlen (Drei-Sterne) feierte Michael Jung aus Horb mit Halunke den Sieg. Überschattet wurde das viertägige Vielseitigkeitsturnier (Dressur, Gelände, Springen) vom Tod der 10-jährigen Stute P’tite Bombe beim Geländeritt mit ihrem französischen Reiter Emeric George. Es gab weitere unglaubliche Stürze im Gelände, die das sportliche Geschehen in den Hintergrund gerückt haben. Besonders schlimm erwischte es die 10-jährige Araber-Stute P’tite Bombe vom französischen Vielseitigkeitsreiter Emeric George, die nach einem Sturz über Hindernis 12 auf den Hals gestürzt war und später in der Tierklinik eingeschläfert werden musste. Querschnitts-Lähmung! Turnierchefin Julia Otto: „Wir sind alle geschockt!“ Da wurden Erinnerungen wach an das Drama beim Pfingstturnier in Wiesbaden um King Artus, das Goldpferd von Mannschafts-Olympiasieger Dirk Schrade (Sprockhövel). Der 17-jährige Holsteiner Wallach brach im Gelände tot zusammen (wahrscheinlich: Aorta-Abriss). Luhmühlen will weiter dem Spitzensport in der Vielseitigkeit treu bleiben. Denn am vergangenen Wochenende zog es 25000 Besucher auf den Turnierplatz von Luhmühlen. Sportlich haben sie bei toller Atmosphäre furiose Leistungen gesehen. Obwohl Lokalmatador Andreas Dibowski bei widrigen Wetterbedingungen mit Butts Avedon auf die 6400-Meter-Strecke ins Gelände startete, konnte er sich nach diesem Ritt sogar vom 16. Platz nach der Dressur auf Platz neun vorschieben. Tags darauf verteidigte „Dibo“ diesen Platz, obwohl er im abschließenden Springen zwei Abwürfe im Parcours hatte – und war damit bester deutscher Starter. Die Team-Olympiasieger Ingrid Klimke aus Münster und Dirk Schrade aus Sprockhövel hatten beim Geländeritt aufgegeben. Über den mit 33.000 Euro dotierten Gesamtsieg in der Vier-Sterne-Prüfung durfte sich nach einem fehlerfreien Ritt mit Mr. Cruise Control der Weltranglisten-Erste, Andrew Nicholson aus Neuseeland freuen. Zweite wurde Ex-Europameisterin Zara Phillips (Enkelin der Queen) aus Großbritannien mit High Kingdom.