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Bauarbeiten am EVB-Bahnübergang legen Verkehr auf B75 lahm

Seit Jahren beschweren sich Anwohner über den Krach, den Lkw bei der Überfahrt des EVB-Bahnübergangs wegen zu breiter Rillen verursachen
bim. Tostedt. Wie man spontan den Verkehr auf einer viel befahrenen Bundesstraße wie der B75 für Stunden lahm legt, dafür hat die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe Weser-GmbH (EVB) am Dienstag ein hervorragendes Beispiel geliefert. Nachdem der Verkehr zunächst noch zähflüssig rollte, lief im Feierabendverkehr nichts mehr. Eine Baustellenampel am EVB-Bahnübergang in Tostedt war der Grund. Auf die Baumaßnahme, bei der durch Sanierungsarbeiten an der Fahrbahnoberfläche und dem Fugenverguss für rund 20.000 Euro eine ebenere Oberfläche hergestellt werden soll, hatten weder die EVB selbst noch die Verkehrsbehörden hingewiesen.
Jahrelang ließ sich die EVB von der Gemeinde Tostedt bitten, den rumpeligen Bahnübergang auf der B75 zumindest so weit zu erneuern, dass der Krach darüber rollender Lkw gemindert wird und Gehbehinderte mit Rollatoren und Rollstühlen dort nicht mehr steckenbleiben. Getan hat sich sieben Jahre lang nichts. Auch die für Herbst 2015 zugesagte Ausbesserung erfolgte nicht. Dafür wurden jetzt hunderte Pendler mit einer per Ampel geregelten einseitigen Straßenführung überrascht, was zur abendlichen Hauptverkehrszeit zu einem kilometerlangen Stau auf der B75 führte - zusätzlich zu der übermäßigen Verkehrsbelastung in der Region durch etliche andere Baustellen.
Nicht nur für die genervten Auto- und Lkw-Fahrer im Stau war die Situation ärgerlich.
Ein Anlieger des Quellner Weges berichtet: "Beim Ausfahren auf die B75 konnte man nicht erkennen, welche Fahrtrichtung gerade Grün hat." Mittwochmorgen übernahm die Polizei wegen der Stau-provozierenden Ampelschaltung die Verkehrsregelung.
Der Gemeinde Tostedt waren die Arbeiten zuletzt für diesen Sommer, dann für die Herbstferien angekündigt worden. Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam: "Ich freue mich, dass endlich etwas passiert. Die Verwaltung hatte auch immer wieder nachgehakt. Die Arbeiten waren erst für die Herbstferien und wenig später für nach den Ferien zugesagt. Wegen der dramatischen Historie konnten wir diese aber nicht melden", so Dörsam. Denn nach den Erfahrungen mit bisherigen EVB-Zusagen, hätte die Gemeinde schon fünf Mal etwas angekündigt, was dann nicht stattgefunden hätte.
Die Verzögerung begründet die EVB damit, dass die Planungsphase länger als angenommen gewesen sei. Was die mangelnde Information angeht, teilt das Unternehmen mit: "Bei kleineren, zeitlich kurzen Bahnübergangsarbeiten, die mit wenig Einschränkungen verbunden sind, ist eine Vorabinformation nicht zwingend erforderlich."...