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Er hilft denen, die wenig haben

Heinz Fastner hat die Sandfish-Stiftung vor zehn Jahren gegründet
Heinz Fastner organisiert mit seiner Sandfish-Stiftung seit zehn Jahren Hilfsgütertransporte

bim. Tostedt. Den entrechteten, hilflosen und kranken Menschen eine Stimme der Hoffnung und Zukunft zu geben - das hat sich die Sandfish-Stiftung zum Ziel gesetzt. Vor zehn Jahren wurde sie von Heinz Fastner (57) aus Heidenau gegründet. Seither organisiert er Hilfsgütertransporte für die Dritte Welt. Ende des Monats startet ein Container mit medizinischen Hilfsmitteln im Wert von rund 150.000 Euro nach Ägypten. Der Transport wird mit 2.150 Euro von der Tostedter Vorwerk-Stiftung ermöglicht.
Im vergangenen Jahr war Heinz Fastner drei Monate im Südsudan und organisierte den Aufbau einer Krankenstation, die dank der Stiftung mit Krankenbetten und medizinischen Geräten ausgestattet wurde, die von Altenheimen und Krankenhäusern gespendet wurden. Alles hochwertige Dinge, die aber in Deutschland nicht den neuesten Standards entsprechen.
Weiterhin stattete die Stiftung ein Krankenhaus in Laos mit medizinischen Geräten und Hilfen aus. In Bolivien soll mit Hilfe der Sandfish-Stiftung eine Schule für 120 Kinder gebaut werden.
"Wir haben vor Ort jeweils Ansprechpartner, sodass wir wissen, dass alles in gute Hände kommt", sagt Fastner. Außerdem fallen bei der Stiftung keine administrativen Kosten an.
Heinz Fastner ist gebürtiger Tiroler. Mit 18 Jahren ging er nach Deutschland, "weil ich nicht zum Bund wollte", erzählt er. Erst mit 42 Jahren wird man in Österreich nicht mehr zum Militärdienst eingezogen. "Ich durfte das Land jeweils für vier Wochen besuchen, mich aber nicht mehr anmelden", erklärt der Wahl-Heidenauer. Dennoch reichte einer der Kurzaufenthalte aus, um in Wien seine Frau, eine Finnin, kennenzulernen. Die beiden haben drei erwachsene Kinder.
Beruflich war Heinz Fastner jahrelang als Glasschleifer im norddeutschen Raum unterwegs. Auch war er früher selbstständig, konnte seine Tätigkeit aber nach einem schweren Unfall nicht mehr ausüben. Er hinterfragte sein Leben und den Sinn darin und gründete schließlich die Sandfish-Stiftung, um denen zu helfen, denen es schlechter geht. "Man kann deutsche Standards zum Beispiel nicht nach Bolivien bringen. Aber man kann versuchen, die Situation der Menschen dort zu verbessern", so Heinz Fastner.
Die Hilfsmittel, die er für Ägypten gesammelt hat, werden am 28. Dezember von ehrenamtlichen Helfer in einen Container verladen, der am 30. Dezember vom Hamburger Hafen mit dem Schiff nach Port Said gebracht wird. Heinz Fastner wird dann ebenfalls nach Ägypten fliegen. Die Rollstühle und Rollatoren werden vom Verein für Barmherzigkeit in Kairo an Hilfebedürftige verteilt.
Weitere Infos unter www.sandfish.org