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Lösung für den lauten EVB-Bahnübergang in Tostedt in Sicht?

bim. Tostedt. Können die lärmgeplagten Anwohner des EVB-Bahnübergangs auf der B75 (Bremer Straße) bald aufatmen? Wie Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam berichtet, gebe es von der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) die Zusage, zumindest auf der Fahrbahn die Fugen deutlich zu verkleinern, damit das Holpern der darüber fahrenden Fahrzeuge - insbesondere der Lkw - verringert wird.
„Endlich“, findet Anwohner Alfred Scharwächter (79). Wie mehrfach berichtet, kämpft er seit dem Jahr 2009 darum, dass der für ihn unerträgliche Lärm und die Erschütterungen in seiner Wohnung abgestellt werden. Immerhin - so haben Zählungen ergeben - fahren an manchen Tagen bis zu 1.500 Lkw am Tag über den Bahnübergang. Für den Krach und das Rumpeln macht der Rentner die größeren Rillen zwischen Schienen und Asphalt verantwortlich .
Grund dafür - so hatte die EVB damals mitgeteilt - sei, dass das Material des Anfang 2006 erneuerten Bahnübergangs bereits 2008 abgesackt sei. Im Frühjahr 2009 seien die Fugen neu verfüllt worden. Doch auch diese Ausbesserung hielt nicht lange. Die EVB nannte als Ursache dafür das damals wegen des A1-Ausbaus gestiegene Verkehrsaufkommen und die zu hohen Geschwindigkeiten, mit denen der Übergang überfahren werde.
Da die EVB sich über Jahre nicht rührte, hatte die Gemeinde zwischenzeitlich sogar Geld für die Erneuerung des Bahnübergangs im Haushalt eingestellt, obwohl sie gar nicht zuständig ist.
Jetzt kommt dank Jürgen Lürtzing vom Ordnungsamt offenbar wieder Bewegung in die Sache. „Nach erheblichen Beschwerden der Nachbarschaft nach dem letzten Umbau haben wir mehrere Anläufe unternommen, damit die EVB den Bahnübergang verbessert. Es gab nicht nur auf der Straße die akustische Belastung, sondern wegen des Winkels des Übergangs zum Fuß- und Radweg haben auch Menschen mit Rollator und Rollstuhl Schwierigkeiten, über die Gleise zu kommen“, berichtet er. Lürtzing informierte sich, wie auch dort Abhilfe geschaffen werden kann: „In Österreich gibt es sogenannte ‚Velostrail-Elemente‘, ein Gummibelag mit Profil, um ebenerdig über die Fugen zu kommen“, erläutert er. Solche Elemente seien auch am Bahnhof in Kutenholz (Kreis Stade) verbaut worden. Der Schienenverkehr werde dadurch nicht beeinträchtigt.
Die EVB bestätigt, dass die Fugen auf der Fahrbahn voraussichtlich bis spätestens zum Herbst neu verfüllt werden. Geschätzte Kosten: 3.000 Euro. Von den Problemen auf dem Fuß- und Radweg sei dem Unternehmen bisher nichts bekannt, behauptet die EVB-Pressestelle.