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Tostedter Kinder erfahren Interessantes über Heimatländer von Asylbewerbern

Sienna, Pia und Ronja (v. li.) mit den Asylbewerbern (v. li.): Obama, Khalid und Yonas sowie Yonatan (vorne re.) und Machu
bim. Tostedt. Yonas, Obama, Khalid, Yonatan und Machu wurden sofort umringt und von einigen Mädchen ausgefragt. Die fünf Anfang 20-jährigen Asylbewerber aus Eritrea und dem Sudan brachten 22 Kindern im Grundschulalter jetzt die Lebensumstände in ihren Heimatländern näher. Zu dieser etwas anderen Lesenacht unter dem Motto "Miteinander leben - zusammen leben" hatte die Bücherei Tostedt eingeladen, die für diese Veranstaltung mit dem Kultursommerpreis des Landkreises Harburg ausgezeichnet worden war.
Die Kinder erfuhren etwa, wie aus Müll Bälle gebastelt werden, so wie es in Afrika üblich ist, weil die Menschen dort zum Teil nichts anderes haben. Die Sieben- bis Zehnjährigen konnten afrikanische Speisen probieren und stimmten mit den Flüchtlingen zur Musik der Krar, einem afrikanischen Zupfinstrument, Lieder an.
Um den Kindern zu verdeutlichen, wie schwer es sein kann, eine andere Sprache zu erlernen, schrieben die Asylbewerber die Namen der jungen Büchereibesucher auf Arabisch und Tigrinisch, eine der Sprachen in Eritrea.
Im Gegensatz zu manchen Erwachsenen gingen die Mädchen und Jungen völlig vorurteilsfrei und wissbegierig auf die jungen Männer mit der dunkleren Hautfarbe zu. "Es war super. Wir haben unser Ziel erreicht, dass die Kinder sich den Flüchtlingen öffnen", resümierte Büchereileiterin Nicole Scheibel. Ergebnis war, dass die Kinder nach der Fülle an Informationen ganz schnell eingeschlafen waren.