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Baukostensteigerung bis 28 Prozent

Die Löcher für die 110 Pfähle wurden bis zu 15 Meter tief gebohrt
bim. Tostedt. Da haben sich Tostedts Politik und Verwaltung bemüht, Einsparpotentiale zu finden, um den Schuldenberg so gering wie möglich zu halten, und nun das: Die Baukosten, also die Ausgaben für Planung, Material und Ausführung von Baumaßnahmen, sind immens - teilweise um bis zu 28 Prozent - gestiegen, berichtete Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam in der jüngsten Ratssitzung.
Für die Krippe, die an den Kindergarten in Handeloh angebaut wird, lag die Kostenschätzung im Februar bei 449.000 Euro und jetzt bei 544.000 Euro. Die Baukosten dürften nach der Ausschreibung bei 575.000 Euro landen.
„Den gleichen Effekt gibt es bei der Grundschule Todtglüsingen“, so Dörsam. Ende 2016 war die Samtgemeinde für den großen Anbau von Kosten in Höhe von 3,93 Millionen Euro ausgegangen. Unter anderem aufgrund der notwendigen Sanierung der Umkleiden und der Duschen sowie der Wärmedämmung werden die Kosten am Ende wohl bei 4,393 Millionen Euro liegen. Im Haushaltsplan 2017/2018 seien Mittel aus der Kreisschulbaukasse in Höhe von 600.000 Euro für die Baumaßnahme „Grundschule Todtglüsingen“ eingeplant. Inzwischen liege auch ein Bewilligungsbescheid des Landkreises Harburg über 733.200 Euro vor, die je zur Hälfte als Zuweisung und als Darlehen vorgesehen seien.
Was den Fortgang der Arbeiten beim Schulbau angehe, habe es einen einwöchigen, witterungsbedingten Verzug gegeben. Sonst wäre die Decke im Erdgeschoss schon geschüttet worden. Ansonsten lägen die Arbeiten aber gut im Zeitplan, sagte Dörsam. In den Herbstferien 2018 solle der Anbau bezogen werden. Der Gesamtabschluss der Baumaßnahme sei für Sommer 2019 vorgesehen.
Statt der im vergangenen Jahr angesetzten 2,97 Millionen Euro für die Freibad-Sanierung liege die Kostenschätzung derzeit bei 3,1 Millionen Euro. „Die Pfahlgründung ist noch komplizierter geworden“, erläuterte Dörsam. So hätten statt vier nun fünf Zentimeter dicke Pfähle gesetzt werden müssen. „Inklusive Mehrwertsteuer werden wir beim Freibad insgesamt bei 3,3 Millionen Euro landen“, erläuterte der Bürgermeister. Immerhin stelle sich die Haushaltslage besser als noch vor zwei Jahren prognostiziert dar. Statt bei rund 23 Millionen Euro liege der Schuldenstand jetzt bei neun Millionen Euro. Allerdings sind darin die Investitionskosten für Grundschule und Freibad noch nicht berücksichtigt.