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Der Biohof Quellen hat sich der Ökologie verschrieben

Corinna Dahl in ihrem Verkaufswagen, mit denen der Biohof Quellen regelmäßig auf den Wochenmärkten in Tostedt, Buchholz und Buxtehude zu Gast ist (Foto: Foto Köpcke)
 
Matthias Keßler mit einem Teil seiner Kühe und seinem 1.300-Kilo-Bullen im Naturschutzgebiet „Obere Wümmeniederung
(bim). Ihre Fleisch- und Wurstwaren in Bio-Qualität aus eigener ökologischer Tierhaltung sind in der Region in vieler Munde. Zehn Jahre ist es her, dass sich Corinna Dahl und Matthias Keßler selbstständig machten und den Hof Quellen in Wistedt pachteten. Anlässlich des zehnjährigen Betriebsbestehens laden Corinna Dahl und Matthias Keßler für kommenden Sonntag, 19. Juni, um 11 Uhr zu einer Hofführung ein. Außerdem erhalten die Kunden in der Woche vom 20. bis 26. Juni zehn Prozent Rabatt auf alle hofeigenen Produkte.
Corinna Dahl und Matthias Keßler hatten vor ihrer Selbstständigkeit ein Landwirtschaftsstudium absolviert und auf verschiedenen Biohöfen berufliche Erfahrungen gesammelt. Auf dem Hof Quellen stellten sie die Landwirtschaft mit Grünland, Ackerflächen und Tieren auf ökologische Bewirtschaftung um und sind seit 2008 anerkannter Biobetrieb, der seine Fleisch- und Wurstwaren auch selbst mit den Verkaufsständen auf den Wochenmärkten in Tostedt, Buchholz und Buxtehude, in diversen Hofläden der Region wie im Freilichtmuseum am Kiekeberg sowie in Restaurants wie dem Café im Schafstall in Handeloh-Wörme vermarktet.
Das Landwirtspaar züchtet Rinder der Rasse Limousin. Die landwirtschaftliche Produktionsfläche ist der Hof Quellen in Wistedt. Schafe, Enten und Gänse werden auf dem Hof aufgezogen.
Produziert werden die Fleisch- und Wurstwaren von der Schlachterei Baden in Lauenbrück.
„Wir haben unser Sortiment beständig um neue Produkte erweitert“, berichtet Corinna Dahl. Denn viele Verbraucher möchten leckere Gerichte genießen, ohne dabei selbst lange am Herd zu stehen. „Wir bieten hausgemachte Gerichte wie Gulasch, Königsberger Klopse und Rouladen sowie jahreszeitliche Suppen und Eintöpfe - natürlich alles aus Bio-Zutaten“, so Corinna Dahl.
Guten Absatz finden auch die Frikadellen, Schnitzel und hausgemachten Salate.
Im Sommer sind zudem Schaschlik-Spieße und Grillfleisch der Renner, im Winter Sauerbraten, Geschnetzeltes und Rollbraten sowie Weihnachtsgeflügel. Puten, Hähnchen und Schweine stammen nicht aus der hofeigenen Zucht, sondern werden von Biohöfen aus der Region wie z.B. vom Hof Brockmann in Ochtmannsbruch zugekauft.
2005 mit 70 Hektar angefangen, haben Corinna Dahl und Matthias Keßler auch ihre landwirtschaftlichen Flächen stets erweitert. Von den insgesamt 190 Hektar bewirtschafteter Fläche liegen 80 Hektar im Naturschutzgebiet „Obere Wümmeniederung“ nahe Otter. Dort übernehmen die hofeigenen Mutterkühe die Grünlandpflege. Die Herde ist Teil des Landkreis-Beweidungsprojektes „WeideGründe“.
Die Mutterkühe samt Kälbern sind ganzjährig draußen, im Sommer im Naturschutzgebiet, im Winter am Otterberg. „Das ist für die Gesundheit der Tiere viel besser“, erläutert Corinna Dahl. Die Mastrinder haben einen Stall mit Auslauf.
Alle Tiere bekommen hofeigenes Futter: die Rinder Grassilage, die Schafe Heu und Schrot, die Gänse Hafer.
„Außerdem beliefern wir die Hamburger Bäckerei Effenberger mit Dinkel und Weizen als Brotgetreide“, so Corinna Dahl.


Die Fruchtfolge auf dem Biohof

„Die Fruchtfolge hat sich erweitert und ist auf einem Biohof eine andere, weil wir als Ökobetrieb anders haushalten müssen“, erklärt Matthias Keßler. Angebaut werden zwei Jahre Kleegras als Futter. Es folgen Weizen als Backweizen und Erbsen oder Hafer sowie Dinkel. Nach der Getreideernte im Sommer gibt es eine Zwischenfrucht zur Bodenverbesserung. „Der Boden muss zur Verhinderung von Erosionen und Auswaschung immer bepflanzt werden“, so Keßler.

Solidarische Landwirtschaft

Nicht nur bei eigenen Produkten setzt der Biohof Quellen auf Natur und Regionalität.
Corinna Dahl und Matthias Keßler unterstützen auch die Solidarische Landwirtschaft Buchholz/Biohof Quellen. Sie stellen für deren Gemüseanbau seit vergangenem Jahr eine 2.500 Quadratmeter große Fläche auf dem 200 Hektar großen Hof Quellen zur Verfügung, die von den Mitgliedern beackert wird.