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Für wen eignen sich Bausparverträge und Co. - Unser Ratgeber für Bauherren und die, die es werden wollen

„So funktioniert ein Bausparvertrag“ (Foto: Quelle: Bausparkasse Mainz AG - Bild)
Über das Bausparen kursieren einige Vorurteile. So galt der typische Bausparer lange Zeit als langweilig, angestaubt und spießig. Doch das ist den Bausparern egal. Und in der Tat ist der Traum vom Eigenheim sehr vielfältig und für jeden Sparer ganz verschieden. Ob moderne Architektenwohnung, Reihenhaus in der Vorstadt oder Landhaus in den Bergen, das Eigenheim bleibt nach wie vor das große Ziel vieler Anleger und Sparer. Die Zielgruppe wird immer jünger und spätestens nach der Finanzkrise sehnen sich die Menschen wieder nach sicheren Sparformen. Für den großen Wunsch der Immobilienfinanzierung können sich Bausparverträge heutzutage mehr auszahlen als jemals zuvor.
Denn auch Bausparkassen gehen mit der Zeit und haben in den letzten Jahren die Tarifangebote für Anleger modernisiert und dadurch attraktiv gehalten. Die neuen Tarife sind dabei um einiges variabler und sprechen verschiedene Anlegergruppen an. Doch für wen sich Bausparverträge, Baufinanzierungen und Bauspardarlehen wirklich auszahlen, bleibt für die meisten Anleger weiterhin ein Rätsel.

Die Widergeburt der Bausparverträge
Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurden mehr als eine Billion Euro an Bausparer und Co. ausgezahlt und die Baulust der Deutschen hält an wie die Zahlen des Dartenportals Statista belegen. So stellt das Bausparen ein lukratives Geschäft für die meisten Anleger dar. Durch die Eurokrise haben die Bausparkassen mehrere schwächere Jahre zu verkraften gehabt. Daher gab es in den vergangenen Jahren ein komplettes Umdenken vieler namhafter Bausparkassen. Denn Sparen soll sich wieder lohnen, somit wurde die Renaissance der Bausparverträge eingeläutet. Die nun sehr transparenten und soliden Sparformen können sich nicht nur zum Hauskauf oder für die Altersvorsorge lohnen.
Wir haben Ihnen im Folgenden einen kurzen Überblick bereitgestellt, um zu klären für wen Bausparverträge und Co. besonders überlegenswert sind.

Was ist ein Bausparvertrag?
Unter einem Bausparvertrag versteht man eine Verknüpfung eines Sparplans und einer Immobilienfinanzierung. So soll es für Anleger und Sparer möglich werden sich sicher und flexibel Wohneigentum zu kaufen und dabei auf ein stetig transparentes Zinsmodell zurückzugreifen. Denn das Bausparen ist unter einem fest vereinbarten Zinssatz eine der lukrativsten Sparmöglichkeiten für Baufinanzierungen. Vor allem locken aber die verschiedenen Förderbeträge vom Staat aus Prämien und Zulagen Sparanleger zu Bausparkassen. Ein Bausparvertrag besteht im Grunde aus drei unterschiedlichen Phasen: der Ansparphase, der Zuteilungsphase und der Darlehensphase. In der Ansparphase spart man das Geld in Raten an, in der Zuteilungsphase ist das Mindestsparguthaben erreicht. Erst wenn der der Bausparvertrag zugeteilt wurde, kann der Sparer auf das ihm zustehende Darlehen zurückgreifen. Die Höhe des Darlehens ergibt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und angespartem Bausparguthaben. Sollte der Sparer kein Interesse mehr an der Inanspruchnahme eines Kredites haben, kann er seinen Bausparvertrag ab der Zuteilungsphase kündigen und sich sein eingezahltes Guthaben auszahlen lassen. Die folgende Infografik (siehe Foto) fasst die drei Phasen noch einmal verständlich zusammen (Quelle: https://www.bkm.de/bausparvertrag/ ).

Wann lässt sich ein Bausparvertrag realisieren?
Um einen Bausparvertrag in Anspruch zu nehmen und auf ein Darlehen zur Immobilienfinanzierung zurückzugreifen, müssen Anleger zunächst circa 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme selbst ansparen. Danach lässt sich dann ein Darlehensanspruch gelten machen, der zu einem festen Zinssatz sehr lukrativ für alle werdenden Immobilienbesitzer ist. So lässt sich festhalten, dass ein Bausparvertrag eine Versicherung gegen steigende Zinsen darstellt und Anlegern die Sicherheit gibt auch in Zukunft ein Immobiliendarlehen bei bleibenden Zinsraten zurückzahlen zu können.

Für wen lohnen sich Bausparverträge und Co.?
Gruppe derAnleger: Als reinen Sparplan und beim Vorhaben auf ein Darlehen zur Immobilienfinanzierung zurückzugreifen, kann sich ein Bausparvertrag schon innerhalb von sieben Jahren Laufzeit auszahlen. Vor allem dann, wenn staatliche Förderungen in Aussicht stehen, steht Anlegern eine Rendite von bis zu fünf Prozent zur Verfügung. Somit kann ein Renditetarif mit einem Bausparvertrag höher ausfallen als vergleichbare Sparpläne mancher Banken.
Gruppe der Zielsparer: Das Bausparen eignet sich für alle Anleger die das Ziel eines Immobilienkaufs im Sinn haben. Der Nachteil ergibt sich aus den hohen Tilgungsraten und langen Wartezeiten bis zur Auszahlung des Bauspardarlehens. So empfehlen Finanzexperten bei dem Erwerb einer Immobilie nicht allein auf einen Bausparvertrag zu setzen. Empfehlenswert bleiben bei einem Bausparvertrag in jedem Fall die Niedrigzinsen und festen Zinssätze. Anders als bei Bankkrediten müssen Bauspardarlehen viel schneller getilgt werden als bei Bankkrediten. Wer seine finanzielle Unabhängigkeit nicht aufs Spiel setzen möchte, sollte als Zielsparer zur Finanzierung einer Wohnimmobilie nicht allein auf ein Bauspardarlehen setzen.
Gruppe der Modernisierer: Sehr sinnvoll ist ein Bausparvertrag für Eigentumsbesitzer, die sich eine Rücklage für spätere Renovierungsarbeiten sichern wollen. Das sehr günstige Zinsmodell bietet viele Jahre im Voraus eine lukrative Möglichkeit Renovierungen und Sanierungen durchzuführen. Denn oftmals benötigen Modernisierer nicht mehr als 25 000 Euro, die sehr einfach mit dem Mindestguthaben von 10 000 Euro von Spareinlagen ausgezahlt werden können.