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Sogar der Waldweg wird gefegt: Drei Sauensiker Ehepaare halten den Litberg als Ausflugsziel hingebungsvoll in Schuss

Sie halten die Anlage in Ordnung: Ernst August und Waltraud Marquardt, Werner Mehrkens sowie Erika und Peter Schellenberger (es fehlt Berta Mehrkens) (Foto: wd)
Sauensiek: Litberg | Ein wunderbares Ausflugsziel für Radtouren, Wanderungen und kleine Spaziergänge: Der Litberg in Sauensiek mit 65 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung im Landkreis Stade und dem 25 Meter hohen Gaußturm ist ein beliebte Ort für Erholungssuchende aus der gesamten Region. Wer die 133 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, genießt einen wunderbaren Blick in alle Himmelsrichtungen.
Dafür, dass es dort immer sauber und gepflegt aussieht und sich die Gäste wohl fühlen, sorgen seit der Aufstellung des Turms im Jahr 2008 ehrenamtlich drei Ehepaare aus Sauensiek: Erika und Peter Schellenberger, Waltraud und Ernst August Marquardt sowie Berta und Werner Mehrkens. Zweimal am Tag kommt jeweils eins der Ehepaare auf den Litberg, um nach dem Rechten zu sehen und das Tor zum Turm auf- und abzuschließen. Abgewechselt wird im Vierwochen-Rhythmus.
"Nur bei Schnee und Glätte öffnen wir den Turm aus Sicherheitsgründen nicht", erzählt Peter Schellenberger. Dafür hat er auch schon das Tor am späten Abend auf speziellen Wunsch eines Besuchers noch einmal aufgesperrtt. "Der junge Mann wollte seiner Liebsten auf der Aussichtsplattform einen Heiratsantrag machen", erzählt Peter Schellenberger. Später hat der Sauensieker erfahren, dass sich der Aufwand gelohnt hat: Die Braut hat ja gesagt. Auch viele Feiern, ein Freiluftgottesdienst und eine Taufe haben auf der Anlage bereits stattgefunden. Und einmal im Jahr treffen sich dort die ehrenamtlichen Helfer der Gemeinde Sauensiek mit dem Bürgermeister Rolf Suhr (CDU) zum Grillfest.
Den drei Paaren bringt es viel Freude, sich um die Anlage zu kümmern. "Wir machen das, seitdem wir in Rente sind", sagt Ernst August Marquardt. "Es hält uns fit, wir treffen hier oft nette Leute und frühstücken auch mal gemeinsam auf dem Litberg." Den idyllischen Waldweg vom Gaußturm nach Regesbostel liebt Erika Schellenberger so sehr, dass sie sogar schon mit dem Besen angerückt ist, um ihn zu fegen. "Mittlerweile liegt aber viel weniger Müll herum als früher", freut sie sich über rücksichtsvolle Besucher.
• In den Jahren 1822 bis 1825 führte der Physiker Carl Friedrich Gauß aufgrund der guten Sicht nach Hamburg-Altona, Elmshorn und zum Wilseder Berg vom Litberg aus seine Vermessungsarbeiten durch. Daher heißt der Turm Gaußturm.