Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

David McAllister besucht das WOCHENBLATT

Vor dem WOCHENBLATT-Haus: David McAllister (Mitte) und (v. li.) Martin Schrader, Landrat Joachim Bordt, Heiner Schönecke (MdL) und Stephan Schrader (Foto: Foto: mi)
Buchholz: Wochenblatt |

Niedersachsens Ministerpräsident hat eine angenehme menschliche Seite


nw.Buchholz. Die Parkplätze sind reserviert, der Konferenzraum vorbereitet: Vergangenen Donnerstag, vier Tage vor der Landtagswahl, ist Niedersachsens Ministerpräsident zu Gast im Buchholzer WOCHENBLATT-Haus. David McAllister ist nach Siegmar Gabriel und Christian Wulff der dritte Landeschef, der dem WOCHENBLATT-Verlag einen Besuch abstattet - mit gutem Grund. Bei einer Gesamtwochenauflage von 400.000 Exemplaren sind wir wichtigster Meinungsträger in Hamburgs Süden. Am Konferenztisch mit dabei: CDU-Landtagskandidat Heiner Schönecke aus Neu Wulmstorf und der Landrat des Kreises Harburg, Joachim Bordt.
Kompetent, sachlich und außerhalb des Protokolls auch handfest und unterhaltsam - wer McAllister so erlebt, dem wird schnell klar, warum seine CDU-Fraktion ihn zum Nachfolger von Christian Wulff gewählt hat. Im Interview ganz Staatsmann, beim Small Talk der Mensch McAllister, der mit der Bahn von seinem Heimatort Bederkesa nach Hannover und Berlin unterwegs ist, sich für seinen „Heimatbahnhof“ Hechthausen einsetzt, weil er die berechtigten Klagen der anderen Fahrgäste über den Zustand der Anlage nicht mehr hören will. Der erzählt vom Lampenfieber vor dem Fernseh-Duell mit SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil, vor dem die Kanzlerin kurz bei ihm anruft, Glück wünscht und sagt: „Ich guck‘ das auch.“
Die Berliner Szene beobachtet McAllister mit Interesse und aus der Distanz. Die Erkenntnis dabei: Nicht jeder, der in einem Bundesland politisch Erfolg habe, könne das in Berlin fortsetzen. Seine Erklärung: „Dass man in der zweiten Bundesliga ganz vorn mitspielt, heißt längst noch nicht, dass man für den UEFA-Cup fit ist.“
Kritische Fragen, die WOCHENBLATT-Verleger Martin Schrader in gewohnt rauer Manier an den Ministerpräsidenten richtet, beantwortet der mit entwaffnender Offenheit. Und mehr noch: Er gibt das Versprechen für ein weiteres Treffen, auf dem er zu allen Problemen der Region Rede und Anwort stehen will - wenn er die Wahl am Sonntag erfolgreich gestalten kann. Am Ende stattet der Ministerpräsident noch den Mitarbeitern der zur WOCHENBLATT-Gruppe zählenden Firma MSR - Marketing-Satz- und Reprobetriebe GmbH ab, schüttelt Hände, wirbt um Stimmen. „Der ist ja voll in Ordnung“, als McAllister das beim Rausgehen hört, schmunzelt er.
Übrigens: Zu Mittag gegessen haben der Ministerpräsident und seine Begleiter in Dibbersen im Landgasthaus von Heiner Fromann. „Das Schnitzel war Klasse“, schwärmt der Landesvater noch Stunden später.