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Schüler verhindert Tragödie in Hedendorf: „Er hat alles richtig gemacht“

Philip Meyn saß im Schulbus und hat durch sein Handeln eine Tragödie verhindert. Hier steht er mit seinem Vater, Ortsbrandmeister Torsten Meyn, am Unfallort

Philip Meyn erblickte den heranrasenden Metronom als Erster und handelte umsichtig

ab. Hededorf. Er ist einer der heimlichen Helden des Unfalls in Buxtehude-Hedendorf, bei dem am Mittwochmorgen ein „Metronom“ in einen Schulbus raste. Philip Meyn (13) aus Hedendorf hat durch seinen Einsatz geholfen, ein unfassbar großes Unglück zu verhindern: Er sah den heranrasenden Zug schon von Ferne und handelte geistesgegenwärtig.

„Als ich den Metronom kommen sah, habe ich gerufen: ‚Der Zug kommt‘, aber die meisten haben wahrscheinlich gedacht, ich mache Quatsch. Auch die Busfahrerin hat das bestimmt vermutet“, berichtet der Schüler des Schulzentrums Süd dem WOCHENBLATT. Danach sei er durch den Bus gehastet und habe es der 23-jährigen Schulbusfahrerin direkt gesagt. Diese habe danach sofort die Türen geöffnet. „Die hintere Tür hat geklemmt. Ich habe dann versucht, sie aufzutreten. Das hat nicht geklappt.“ Bevor es für ihn selbst brenzlig werden konnte, sei er schnell durch eine vordere Tür aus dem Bus gestiegen. „Draußen habe ich den anderen gesagt, sie sollen weit wegrennen, falls Teile von dem Bus durch die Gegend fliegen.“ Nur Sekunden später donnerte der Metronom in den Bus, der auf den Schienen stand. „Zum Glück waren alle draußen“, sagt Philip.

Ortsbrandmeister Torsten Meyn, der sich später im Einsatz an der Unfallstelle befand, ist stolz auf seinen Sohn. „Das hat er toll gemacht. Seine Reaktionen zeigen auch, dass sein Mitwirken in der Jugendfeuerwehr sich auszahlt“, sagt Meyn. Was passiert wäre, wenn der Schüler den Zug nicht rechtzeitig gesehen hätte, mag sich niemand ausmalen.

Philip wohnt mit seinen Eltern, seinem 16 Jahre alten Bruder Tim und Border-Terrier-Mischling Max in Hedendorf nahe der Unfallstelle. Neben der Jugendfeuerwehr interessiert er sich sehr für Tiere und Landwirtschaft. Daher rührt auch sein Berufswunsch: Philip möchte später gern Landwirt werden.
Beinahe täglich besucht er mit seinen zwei besten Freunden den Landwirtschaftsbetrieb Prigge in Hedendorf. In seiner Freizeit bestellt Philip gemeinsam mit seinem Opa einen Acker im Moor. Dort pflanzt und erntet er Kartoffeln, Zucchini und Kürbisse.

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