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A26: Der Vorbelastungsdamm wächst

Bisher gab es keine großen Kälteeinbrüche: Projektleiter Michael Schöne (li.) und Erd- und Straßenbauspezialist Detlef Heins mit einem Plan der großen Este-Brücke

Ein Jahr A26-Baustelle zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf

ab. Neu Wulmstorf. ab. Neu Wulmstorf. Es ist eine der imposantesten Baustellen in den Landkreisen Stade und Harburg: Seit Januar diesen Jahres wird in einer Länge von ca. fünf Kilometern der Vorbelastungsdamm der zukünftigen Anschlussstelle Buxtehude an der K40 bis zur Anschlussstelle Neu Wulmstorf an der B3/L235 errichtet. Dort, wo das Moor bis fünf Meter tief ist, wird dieser Vorbelastungsdamm auf eine Höhe von bis zu zwölf Metern gebaut (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach).

Aus der Grube in Ovelgönne werden mit der Sandspülmethode jetzt jede Woche 20.000 Kubikmeter Sand-Wasser-Gemisch über Rohrleitungen in die Mitte der Baustelle in zwei Spülfelder transportiert. Bis zur Fertigstellung des Vorbelastungsdammes sollen mehr als 2 Millionen Kubikmeter auf die Trasse gespült werden. Nach dem Auftragen wird der Sand mit einer Walze verdichtet.
„Es kann nicht beliebig viel Sand in kurzer Zeit aufgetragen werden“, erläutert Detlef Heins, Projektgruppenmitglied und Spezialist für Erd- und Straßenbau. Sonst gebe es einen „Grundbruch“, ein Wegbrechen des Bodens durch zu große Krafteinwirkung. „Die Autobahn würde im Boden versinken“, sagt Gesamtprojektleiter Michael Schöne.

Rund 40 Mitarbeiter verschiedener Gewerke sind auf der Baustelle zugange. Drei Brückenbauwerke wurden bisher hergestellt, im nächsten Jahr kommen fünf weitere dazu. Insgesamt werden ab der Este 16 Brücken gebaut. Ins Auge sticht bereits das Brückenbauwerk über der Este: Die 207 Meter lange Brücke besitzt nur eine Fahrbahnseite und wird vorrangig fertiggestellt. Ab Mitte 2017 soll sie in Gebrauch genommen werden. „Auf der anderen Seite der Brücke liegen noch 50.000 Kubikmeter Sand. Sobald die Brücke fertig ist, wird sie für den Sandtransport genutzt“, erklärt Schöne. Geplant ist, die Brücke noch mit einer wellenförmigen, farblich gestalteten Lärmschutzwand aus Alu versehen. In den Brückenpfeilern sollen Bullaugen eingebaut werden. So könnten Brücken-Besucher durch die Pfeiler durch auf die Este blicken.

Eine der Brücken steht als Rohbau mit Geländer in der Gegend herum. „Unsere ,So-da‘-Brücke“, erzählen die beiden Ingenieure lächelnd, „weil sie im Moment einfach so da ist.“
Was den weiteren Verlauf der Bauarbeiten behindern könnte, sei lang anhaltender Regen. Dann würde das Wasser auf den rund um die Baustelle liegenden Felder stehen, was sich negativ auf die Baustelle auswirken würde. Kälte hingegen stelle, solange die Temperaturen nicht weit unter Null fallen, kein Problem dar.
Ziel ist, den Vorbelastungsdamm bis Mitte 2018 fertigzustellen, Kosten: 55 Millionen Euro. Doch erstmal haben die Gewerke Pause - vom 22. Dezember bis zum 3. Januar 2017 wird der Baustellenbetrieb eingestellt.