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Poetry-Slam in Buxtehude: "Ich bin Hugo vom Hügel"

Die Workshop-Teilnehmer (v. re.) Antonia Schubert, Thomas Matzke-Taebel, Jan Niklas Lütjohann und Conrad Meißner diskutierten über Vortrag, Haltung und Bühnenpräsenz

Workshop vermittelt Wort- und Sprachkunst in Buxtehude

ab. Buxtehude. ab. Buxtehude. Wie präsentiere ich mich auf der Bühne und fessele die Ausmerksamkeit des Publikums? Lese ich einen Text ab, spreche ich sitzend oder stehend? Unter dem Motto „Verwandlung“ trafen sich kürzlich Teilnehmer eines Poetry-Slam-Workshops in der Stadtbibliothek Buxtehude und diskutierten über Auftritt, Haltung und Stimme. Leiter der Veranstaltung war der Buxtehuder Jannik Graf. Der Student der Theater- und Kunstwissenschaften hatte schon des Öfteren auf Buxtehuder Bühnen gestanden, zuletzt in der Halepaghen-Schule mit dem Theaterstück „Was ihr wollt“ von William Shakespeare. Er gab den Anwesenden Tipps, zeigte und besprach die Auftritte anderer Slammer.

Interessierte mit und ohne Auftrittserfahrung nahmen an dem Workshop teil, der mit einer Diskussion zu dem Thema Requisiten begann: Sind sie beim Poetry-Slam wichtig oder unwichtig oder lenken sie sogar von einem Vortrag ab?
Das solle jeder selbst für sich entscheiden, meinte Workshop-Teilnehmer Conrad Meißner: „Wenn mich auf der Bühne mit den Worten ,Ich bin Hugo vom Hügel‘ vorstelle und dazu eine Tracht trage, kann das meinen Auftritt unterstreichen.“
Der Buxtehuder Zumba-Trainer Thomas Matzke-Taebel erzählte von seiner Slam-Erfahrung. „Es traten Mädels auf, die alle wie für einen Abschlussball gekleidet waren. Ich stand in Jeans und T-Shirt auf der Bühne, denn mir ging es in erster Linie um den Inhalt meines Vortrags“, sagte Matzke-Taebel. Graf
empfahl, dass das Outfit nicht unbedingt auf den Vortrag abgestimmt seine müsse. „Das ist für mich eine Doppelung“, meinte er.

Der Stader Frank Ratkowski nahm ebenfalls an dem Workshop teil. Auch er verfügte bereits über Slam-Erfahrung. „Nach meinen Auftritten bin ich manchmal schon auf der Toilette angesprochen worden von Leuten, die mir ein positives Feedback gegeben haben“, erzählte er. „Das hat mir mehr bedeutet als die Punkte der Jury.“
Kunst sei in seinen Augen schwer zu bewerten, sagte Jannik Graf. „Es ist eine Frage, nach welchen Kriterien bewertet wird und wer sie festlegt.“

• Ein Poetry Slam findet am Samstag, 11. Februar, ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek statt. Weitere Infos dazu unter Tel. 04161 - 99906-0.

• Poetry Slam ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger. Die Veranstaltungsform entstand im Jahr 1986 in Chicago und verbreitet sich seit den 1990er-Jahren weltweit. Die deutschsprachige Slam-Szene gilt nach der englischsprachigen als die zweitgrößte der Welt.
(Quelle: Wikipedia)