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Erst die Versandung der Este stoppen

Der Mühlenteich, durch den die Este fließt, bei einer der vorangegangenen Ausbaggeraktionen.

tk. Buxtehude. "Hält der Bund sein Versprechen und baggert den Buxtehuder Hafen aus?" Diese Frage wird von Freunden des maritimen Buxtehudes inzwischen oft gestellt. Eine erste, genaue Untersuchung hat es schon gegeben, ein Zeitpunkt für die Ausbaggerung steht noch nicht fest.

Stand der Dinge: Peilungen, die das Wasser- und Schifffahrtsamt unternommen hat, haben ergeben, dass das Hafenbecken und die Este 1.000 Meter flussabwärts ausgebaggert werden müssen. Das Ziel einer solchen Maßnahme: Ein Wasserstand des Flusses von 3,30 Metern bei mittlerem Hochwasser. Das bedeutet, dass sich das Tidefenster von derzeit fünf auf sieben bis acht Stunden ausdehen würde. Wer Buxtehude über die Este ansteuert, hätte dadurch viel mehr Zeit, zu verweilen.
Ein Problem: Der Hafen wird immer wieder versanden, wenn es nicht gelingt, den Schwemmsand aus dem Oberlauf herauszuhalten. "Sonst wäre die ganze Aktion nutzlos", sagt Bürgermeister Jürgen Badur. Gegenwärtig planen Stadtentwässerung und der Unterhaltungsverband ein erneutes Ausbaggern des Mühlenteichs an der Moisburger Straße sowie Maßnahmen, wie der Sand anschließend zurückgehalten werden kann. "Erst wenn das geschehen ist, ist eine Ausbaggerung des Hafens sinnvoll", sagt Badur. Er habe daher keine Einwände, wenn das erst 2015 geschehen sollte. Als erster Schritt solle der Mühlenteich noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden, so Badur.
Die Ausbaggerung des Hafens ist eine Zusage des Bundes als Gegenleistung für den Buxtehuder Klageverzicht gegen die A26. Bei den hitzigen Diskussionnen darüber im vergangenen Jahr war das die politische Maximalforderung. Die Este ist offiziell noch eine Bundeswasserstraße und daher wäre der Bund verpflichtet, die Schiffbarkeit durch regelmäßiges Ausbaggern zu gewährleisten. Tatsächlich ist das nicht geschehen.