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"Solidarpakt" für schnelles Internet: Samtgemeinde Elbmarsch startet Initiative zum Glasfaser-Ausbau

Stellten das Glasfasernetz-Projekt vor (v. li.): Uwe Krabbe, Rolf Roth, Diana Wodetzki, Rüdiger Schmidt und Uwe Luhmann
ce. Marschacht. "Das ist ein Solidarpakt, den wir eingehen. Wenn alle mitmachen, kommen wir unserem gemeinsamen Ziel näher." Mit diesen Worten appellierte der Elbmarscher Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth jetzt an die Bürger der Region, sich am Großprojekt "Glasfaser in der Elbmarsch" zu beteiligen. Im "Marschachter Hof" erörterte Roth das Vorhaben auf einer Pressekonferenz. Mit dabei: Uwe Luhmann und Diana Wodetzki vom Vorstand der samtgemeindeeigenen Gesellschaft öffentlichen Rechts "Elbmarsch Kommunal Service" ("ElbKom"), die für die Finanzierung und den Ausbau des Glasfasernetzes verantwortlich ist, sowie Uwe Krabbe vom Beratungsunternehmen "LAN Consult" und Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer des Kabelnetzbetreibers "pepcom".
Wie das WOCHENBLATT berichtete, setzt sich die Samtgemeinde aufgrund der Unterversorgung mit schnellem Internet seit langer Zeit für die Schaffung eines flächendeckenden eigenes Glasfasernetzes ein, das alle Haushalte und Gewerbebetriebe erreicht. "Für den Betrieb des Netzes hat die 'ElbKom' mit der 'pepcom' einen erfahrenen und zuverlässigen Partner gefunden", betonten Rolf Roth und Uwe Luhmann. Mit maximal 50 Mbit pro Sekunde sei die Breitbandversorgung in der Region derzeit "dramatisch schlecht", erklärte Berater Uwe Krabbe. Was die Elbmarsch nun plane, sei jedoch "zukunftsfähig". "pepcom"-Chef Rüdiger Schmidt untermauerte diese Aussage, indem er künftig unter anderem Internetzugänge mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s in Aussicht stellte.
Gebaut wird das Glasfasernetz jedoch nur, wenn die dafür erforderlichen, kreditfinanzierten Investitionen der Samtgemeinde von rund zehn Millionen Euro wirtschaftlich abgesichert sind. Deshalb müssen bis 30. April mindestens 60 Prozent der rund 4.000 Haushalte in der Elbmarsch einen Vertrag zur Installation eines Glasfaseranschlusses abschließen. Im Gegenzug kommt bis zum Stichtag das beantragte Kabel zu den jeweiligen Antragstellern ohne Erschließungs- und Anschlusskosten ins Haus. "Die 60 Prozent sind erreichbar", wusste Rüdiger Schmidt von zahlreichen ähnlichen Projekten seines Unternehmens zu berichten, bei denen die Quote stets erreicht worden sei.
"Wenn alles klappt, kann im Juli der erste Spatenstich für das Glasfasernetz erfolgen, und schon Ende dieses Jahres könnten die ersten Elbmarscher in den Genuss des schnellen Internets kommen", kündigte Uwe Luhmann an.
- Infos zum Vorhaben und zu in diesen Wochen stattfindenden Infoveranstaltungen mit Samtgemeinde und Netzbetreiber unter www.glasfaser-elbmarsch.de.