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AfD ätzt weiter gegen Hollenstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers

Heiner Albers: "Ich konzentriere mich auf den Sachverhalt." (Foto: archiv / gb)
bim. Hollenstedt. Die rechtspopulistische AfD lässt nicht nach, in Presseerklärungen Hollenstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers zu attackieren, weil der dem Landkreis die Günter-Wendisch-Turnhalle an der Glockenberg-Grundschule als Notunterkunft für die Flüchtlingsunterbringung im Zuge der Amtshilfe für das Land Niedersachsen gemeldet hat.
Die Pressemitteilung der AfD, laut der er eine Infoveranstaltung der AfD habe platzen lassen weil er dem Gastwirt mit "Antifa und Polizeiaufmarsch gedroht" habe, kenne er nicht, sagt Heiner Albers. Auf die Vorwürfe will er auch nicht eingehen. "Dazu habe ich weder die Nerven noch die Zeit. Ich konzentriere mich verantwortungsbewusst auf den Sachverhalt und möchte mich nicht auf den Nebenkriegsschauplatz der AfD begeben. Meine Bürgermeister-Kollegen im Landkreis und ich haben eine Aufgabe zu bewältigen", so Albers.
Im Gespräch habe ihm Landrat Rainer Rempe vergangene Woche versichert, dass eine Unterbringung in Turnhallen die allerletzte Möglichkeit sei. Allerdings könne diese Notbelegung aufgrund der Flüchtlingszuweisungen durchs Land nicht mehr ausgeschlossen werden. Derzeit stünden noch andere Kapazitäten zur Verfügung, u.a. in Winsen, Seevetal, Tostedt und demnächst in der Jugendherberge in Handeloh-Inzmühlen.
In zwei Briefen haben Heiner Albers und Grundschulleiter Dirk Stoßmeister die Eltern der Glockenbergschüler über die mögliche Einrichtung einer befristeten Notunterkunft in der Günter-Wendisch-Halle informiert. Die Halle wurde inzwischen auch vom Landkreis geprüft und als geeignet für eine Notunterbringung von bis zu 60 Personen angesehen. Eine 24-Stunden-Betreuung der Flüchtlinge würde gewährleistet. "Auf dem Grundstück würde eine Abtrennung durch Bauzäune so eingerichtet, dass der Pausenhof für die Kinder erhalten bliebe", heißt es in dem Schreiben.
"Ich prüfe derzeit Alternativen in privaten Immobilien", sagt Albers, der sich diesbezüglich aber bedeckt halten will.
"Zu gegebener Zeit" soll in Abstimmung mit Bürgermeister Jürgen Böhme und dem Schulelternrat ein Elterninformationsabend stattfinden.
Dass die AfD derzeit so massiv Stimmung gegen ihn macht, liege wohl daran, dass deren Kreisvorsitzender Jens Krause aus Hollenstedt kommt, vermutet Heiner Albers.