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Ganztagschule in Hollenstedt: Noch fehlt ein Träger für das Angebot

Bald Ganztagsschule: Die Glockenbergschule in Hollenstedt (Foto: mi)
Ganztag in Hollenstedt: Zuständigkeits-Wirrwarr erschwert durchgehende Betreuung

mi. Hollenstedt. Zum Herbst 2018 soll an der Glockenbergschule in Hollenstedt und an der Grundschule Moisburg - wie berichtet - eine offene Ganztagsschule eingerichtet werden. Von 12.30 bis 15 Uhr bieten die Schulen dann eine Betreuung nach dem Unterricht inklusive Mittagsessen, Hausaufgabenbetreuung und Nachmittagsprogramm an. Derzeit gibt es an den Schulen den Pädagogischen Mittagstisch, der eine Betreuung bis 17 Uhr bietet. Damit der Ganztag nicht weniger umfangreich ist als der vorherige Mittagstisch, will die Samtgemeinde eine ergänzende Betreuung bis 17 Uhr einrichten.
Wie soll der Ganztag an den Grundschulen Glockenbergschule und Grundschule Moisburg in der Samtgemeinde Hollenstedt organisiert sein? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit die Samtgemeindeverwaltung in Hollenstedt. Das Problem: Der Ganztagsunterricht dauert nur bis 15 Uhr. Er wird durch die Schule organisiert. Im Vergleich zum vorherigen Angebot des Pädagogischen Mittagstisches ergibt sich durch das neue Ganztagsangebot also zunächst einmal eine "Versorgungslücke". Dieses Loch zu stopfen ist dabei gar nicht so einfach. Weil es sich nur um zwei Stunden handelt, ist es schwer, für eine solch "kurze" Betreuungszeit einen Freien Träger zu finden. Ähnlich sieht es mit dem Mittagessen aus. Auch dessen Organisation ist Sache der Samtgemeinde.
Im Schulausschuss soll jetzt eine mögliche Lösung des Problems vorgestellt werden. In die Hände spielt der Samtgemeinde dabei ein Runderlass des Kultusministeriums, der festlegt, dass die Schulen bei der Organisation der Betreuung für die offene Ganztagsschule federführend sind. Die Schulleiterin der Glockenbergschule, Sandra Pankow-Waller, und ihre Moisburger Kollegin Ulrike Peschau sind übereingekommen, die Durchführung des Ganztags an einen Freien Träger abzugeben. Das kommt auch der Samtgemeinde zugute. Die Idee: Der freie Träger, der von den Schulen mit der Organisation und Durchführung des Ganztags befasst ist, soll gleichzeitig auch die Anschlussbetreuung bis 17 Uhr und das Mittagessen im Auftrag der Samtgemeinde übernehmen. Bisher konnte jedoch dennoch kein Träger gefunden werden.