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„Wir wollen unseren Andy behalten“ - Hollenstedter Grundschüler demonstrieren für Fortführung der Schulsozialarbeit / Land soll seiner Pflicht nachkommen und die weitere Finanzierung übernehmen

Die Viertklässler mit ihren Protestplakaten und ihrem Schulsozialpädagogen Andy Troska
bim. Hollenstedt. Auch wenn Landkreis und Kommunen die Schulsozialarbeit bis Ende 2017 - wie vom Kreisschulausschuss befürwortet - weiter übernehmen, soll das Land Niedersachsen nicht aus seiner Pflicht entlassen werden, diese notwendigen pädagogischen Stellen zu finanzieren. Weil sie ihren Andy, Schulsozialarbeiter Andy Troska (40), behalten wollen, demonstrierte nun auch die 4a der Glockenbergschule Hollenstedt mit Plakaten im Namen aller 286 Grundschüler.
„Das Land soll endlich tragbare Finanzierungskonzepte für die Schulsozialarbeit vorlegen und nicht alles auf den Schulträger abwälzen“, fordert die kommissarische Schulleiterin Gudrun Brinkmann. Werte und Normen des Zusammenlebens würden in manchen Elternhäusern nicht mehr vermittelt. Andy Troskas Arbeit sei hervorragend und ausgesprochen hilfreich, nicht nur bei verhaltensauffälligen Kindern. Er sei ein wichtiger Ansprechpartner für alle Grundschüler und könne Eltern bei Erziehungsproblemen helfen oder Familien ohne ausreichendes Einkommen bei Anträgen unterstützen, damit sie die gleichwertige Förderung ihrer Kinder gewährleisten können. Auch mit Blick auf die zunehmende Anzahl von Flüchtlingskindern sei Andy Troskas Arbeit unerlässlich, so Gudrun Brinkmann.
Für Andy Troska ist die Situation unhaltbar, weil er im Moment keine berufliche Perspektive hat. „Es ist eine blöde Situation für mich. Ich muss mich jetzt schon bewerben, weil mein Vertrag nach Aktenlage nur bis Juni läuft und ich mich ansonsten ab März arbeitssuchend melden müsste“, erläutert er. Sollte die weitere Finanzierung gesichert sein, werde er in jedem Fall an der Glockenbergschule bleiben, betont er.