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Wohngemeinschaft als Lebensmittelpunkt: das Horneburger Seniorenhaus

Michael Röhl, Paul Wünsch, Thomas Teichard und Alex Schneider (v.li.) legen letzte Hand an
jd. Horneburg. Selbstbestimmtes Leben im Alter: Das Seniorenhaus Horneburg hat ein zukunftsweisendes Konzept Wohnen im Alter: Dieses Thema wird in Zukunft immer wichtiger. Dabei geht es um frische Ideen und neue Konzepte. Denn die Zeiten, in denen die Altersheime eher Verwahranstalten glichen, sind längst vorbei. Ein Beispiel, wie ältere Menschen in einer angenehmen, ganz auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Umgebung ein würdevolles und weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können, ist das Seniorenhaus Horneburg. In der Einrichtung, deren Träger eine Genossenschaft ist, bilden vier Wohngemeinschaften mit jeweils 15 Plätzen den Lebensmittelpunkt. Innerhalb dieser "Großfamilien" werden die Senioren so weit wie möglich in den Alltag eingebunden. Jetzt ist der großzügige Gebäudekomplex vollständig fertiggestellt.

Es erinnert an ein römisches Atriumhaus - allerdings in ganz anderen Dimensionen: Um einen weitläufigen Innenhof, in dem später üppige Pflanzen gedeihen werden, gruppieren sich in rechteckiger Form die Trakte für die vier Wohngruppen und die Räume für die Tagespflege. "Der Hof verbindet als grüne Oase alle Bereiche und soll ein Ort der Begegnung sein", sagt Martin Adebahr vom Vorstand der Seniorenhaus-Genossenschaft. Er freut sich, dass nach den hektischen Wochen, in denen sich die Handwerker die Klinke in die Hand gaben, nun Ruhe einkehrt in die neue Einrichtung, die für Horneburg in jeder Hinsicht eine Bereicherung darstellt.

Ruhe ist aber nicht gleichbedeutend mit Stille: Schon jetzt geht es in den beiden westlichen Gebäude-Trakten, die bereits seit einem halben Jahr in Betrieb sind, munter zu. In den Gemeinschaftsräumen, die Wohnzimmer, Essecke und Küche in einem sind, spielt sich tagsüber das meiste Leben ab. Dort helfen die Senioren beim Kochen, schälen Kartoffeln oder schnippeln Gemüse, dort sitzen sie beisammen zum Klönschnack oder beschäftigen sich mit Basteleien, Gesellschaftsspielen oder anderen kurzweiligen Tätigkeiten.

Ähnliche Aktivitäten finden in der Tagespflege statt. "Dieser Bereich stellt das Bindeglied zwischen häuslicher und stationärer Pflege dar", erläutert Adebahr: "Wir betreuen die Senioren hier von 8 bis 17 Uhr. Sie werden von uns abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht." Die Tagespflege sei für die pflegenden Angehörigen eine große Entlastung. Plätze könnten komplett von montags bis freitags oder für einzelne Wochentage gebucht werden. Außerdem gebe es in den beiden oberen Stockwerken 26 seniorengerechte Wohnungen, die alle per Fahrstuhl zu erreichen sind. "Dieses Wohnmodell ist zukunftsweisend", meint Adebahr.

• Infos zum Horneburger Seniorenhaus unter Tel. 04163 - 82890.