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Neu Wulmstorf: Mehr Zeit für die Friedhofsgestaltung

Der Friedhof in Neu Wulmstorf soll umgestaltet werden. Ein Arbeitskreis wird sich jetzt damit beschäftigen (Foto: Gemeinde Neu Wulmstorf)

Neue Grabarten auf Neu Wulmstorfer Friedhof ab Januar 2019 geplant



ab. Neu Wulmstorf. ab. Neu Wulmstorf. Bis das Konzept zur Neugestaltung des nahe der Lutherkirche gelegenen Neu Wulmstorfer Friedhofs steht, wird es noch eine Weile dauern. Denn eine Beschlussempfehlung zu dem vorgelegten Konzept gab es von den Mitgliedern des Bauausschusses in der vergangenen Sitzung nicht. Möglicherweise hatten sich die Diplom-Ingenieure Barbara Bonin und Michael Körkemeyer von der Planungsgruppe OLAF Bonin-Körkemeyer einen anderen Ausgang gewünscht. Doch ihr Entwurf führte bei den Ausschussmitgliedern zu vielen weiteren Fragen. Die Politik will jetzt einen Arbeitskreis bilden.

Friedhofsgestaltung sei „durch das Spannungsfeld Tod und Trauer ein sehr emotionales Thema“, sagte Friedhofsplaner Körkemeyer. Dennoch müsse man den betriebswirtschaftlichen Aspekt berücksichtigen. Auch wenn die Ausschussmitglieder gerne eine Einschätzung der Kosten hätten, könne er jedoch keine endgültige Preisliste für einzelne Maßnahmen liefern. Dazu müsse erst geklärt werden, in welche Richtung es bei der Gestaltung gehen solle.

Im Kern ging es u. a. darum, wie „Urnen unter Bäumen“ und „Rasengräber mit Gestaltungsstreifen“, die ab dem 1. Januar 2019 angeboten werden sollen, aussehen könnten. Ebenfalls ein Thema: das Angebot muslimischer Gräber, bei denen es zu beachten gilt, dass einmal genutzte Flächen nicht ein weiteres Mal verwendet werden dürfen. Aus diesem Grund müssen einige Friedhofsflächen frei bleiben.

„Mit welcher ,Belegungszahl' wir in Zukunft rechnen müssen, wissen wir zwar noch nicht, aber Neu Wulmstorf wächst“, gab der Bauausschussvorsitzende Thomas Grambow (SPD) zu bedenken. Daher brauche man möglicherweise bald mehr Fläche.

Er gehe davon aus, dass hauptsächlich junge Familien nach Neu Wulmstorf ziehen werden, antwortete Körkemeyer. „Die haben hoffentlich nicht so viel Bedarf.“ Auch sei die klassische Grabnutzung, wie beispielsweise große Familiengräber, nicht mehr so gefragt wie früher. „Die Tendenz geht zur Urnennutzung. Dafür wird wesentlich weniger Platz benötigt“, erklärt er.
„Ich glaube nicht, dass wir ein Konzept so schnell auf den Weg bringen können“, warf der Bauausschussvorsitzende ein. Es gehe darum, bei diesem sensiblen Thema Entscheidungen zu treffen, die richtungsweisend für die Zukunft seien. „Wir haben viele Ideen bekommen“ ergänzte Grabow und meldete Beratungsbedarf in seiner Fraktion an. Er schlug die Bildung eines Arbeitskreises vor.

Sein Vorschlag kam bei den anderen Ausschussmitgliedern gut an. „Wir haben zwar keinen Zeitdruck, brauchen aber zumindest eine symbolische Summe für die mittelfristige Haushaltsplanung“, warf Fachbereichsleiter Thomas Saunus ein. Er hoffe in den kommenden Monaten auf Erkenntnisse zur weiteren Planung.