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"Die mentale Stärke ist entscheidend": Klaus-Dieter Benecke, Niels Findeisen und Peter Kurt sind Sportschützen aus Leidenschaft

Streben höchste Präzision beim Schießen an (v. li.): Peter Kurth und Klaus-Dieter Benecke, Niels Findeisen überwacht das TrainingFoto: as
as. Buchholz. Klaus-Dieter Benecke (66), Niels Findeisen (52) und Peter Kurth (65) vom Schützenverein Buchholz 01 sind Sportschützen aus Leidenschaft - und äußerst erfolgreich. Das Trio ist jüngst von den Deutschen Meisterschaften in München mit zwei ersten Plätzen und mehreren Platzierungen auf dem Siegertreppchen zurückgekehrt.
„Mit Herumballern hat das, was wir machen, nichts zu tun. Das ist Technik“, stellt Klaus-Dieter Benecke klar, der u.a. in der Einzelwertung den ersten Platz mit der Sportpistole 9mm Luger in der Seniorenklasse erreicht hat. Viele Faktoren müssen zusammenspielen, damit der Schuss ins sprichwörtliche Schwarze geht. Dazu gehören z.B. ein sicherer Stand, eine ruhige Hand, aber auch die richtige Atmung. „Man darf das nicht zu verbissen angehen“, sagt Niels Findeisen. Auch die Ausstattung ihres „Sportgerätes“, der Waffe, spielt eine Rolle. Jeder Schütze hat seine Waffe an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Ein anderer Griff, Gewichte am Lauf oder ein leichterer Abzug sollen den entscheidenden Vorteil am Schießstand bringen. Die drei Schützen aus Buchholz gehen noch einen Schritt weiter: um ein optimales Ergebnis zu erzielen, stellen sie ihre Munition selbst her. „Die selbstgebaute Munition ist präziser“, erklärt Klaus-Dieter Benecke. „Je nachdem, mit wieviel Gewicht die Patrone befüllt ist, ändert sich die Geschwindigkeit und das Flugverhalten“, so Benecke. Dieses Tüfteln stellt für das Trio auch den Reiz am Schießsport dar. „Die Herausforderung ist, die Technik und die Kombination von Waffe und Ladung zu beeinflussen und zu beherrschen“, sagt Peter Kurth. „Die Frage, ob man mit den gewählten Möglichkeiten auf dem richtigen Weg liegt, oder ob der Konkurrent doch präziser war, das ist unsere Triebfeder“, so Niels Findeisen. Nicht nur Waffe und Munition werden vor dem Wettkampf optimiert, auch an sich selbst arbeiten die Schützen. „Die mentale Stärke ist ganz entscheidend“, sagt Findeisen. Denn auch wenn die Sportler eine gewisse Routine haben - nervös werden trotzdem. Nils Findeisen hat einen besonderen Trick: „Ich programmiere mein Unterbewusstsein.“ Nachts, vorm Einschlafen, gehe er im Kopf noch einmal alle Schritte des Wettbewerbs durch, vom Ankommen und Waffen holen bis hin zum Anvisieren und Abdrücken. „Das hilft ungemein“, ist Findeisen überzeugt.
Bei den Meisterschaften sind die Schützen ganz schön ins Schwitzen geraten. „Schießen ist anstrengend. Der ganze Körper ist angespannt“, sagen die Sportschützen. Nach einem Wettkampftag spüren sie dann auch schon mal Muskelkater im Rücken. „Aber das ist es wert!“