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Aus für den Kunstbetrieb: Salzhäuser Verein "KuKuK" muss Unterricht einstellen und will sich Ende des Jahres auflösen

Das Lachen ist ihnen nahezu vergangen (v. li.): Alexandra Eicks, Julia Schröder, Monika Wagner-Kirsten, Tanja Ahrens-Lenk, Andrea Bausch und David Weßling vom "KuKuK"-Vorstand (Foto: archiv)
ce. Salzhausen. Der Salzhäuser Kunstverein "KuKuK" ("Kunst machen, Kunst gucken, Kunst fördern") muss zum 31. Mai den Kursbetrieb in seinen Atelierräumen an der Hauptstraße 6b komplett einstellen. Grund sind zu hohe Mietkosten für das Atelier (das WOCHENBLATT berichtete) und fehlende Unterstützung für den Verein. "Es mangelt an ehrenamtlichem Engagement aus Reihen der Mitglieder. Aber auch von außen - etwa von der Gemeinde, der Samtgemeinde oder anderen in der Kulturarbeit tätigen Institutionen - haben wir trotz zahlreicher Bitten keine Hilfe bekommen", bedauern Vorsitzende Alexandra Eicks und der übrige Vorstand. Dieser sei "schon lange über die Grenzen der eigenen Kräfte hinaus" aktiv und müsse nun "die Konsequenzen ziehen".
Auf der Jahreshauptversammlung am 24. April werde der Vorstand die Vereinsauflösung zum 31. Dezember beantragen. So könne der 5. Salzhäuser Kunstpreis unter dem Motto "Vom Winde verweht" wie geplant durchgeführt werden. "Wir sind sehr traurig, dass wir dieses schöne Projekt 'Kunstverein mit eigenem Atelierbetrieb' im zehnten Jahr unseres Bestehens beenden müssen, sehen aber keine andere Möglichkeit", so Eicks & Co. "Ohne eigenes Atelier ist der Satzungszweck des Vereins nicht mehr gewährleistet."
Der Verein, dem rund 90 Erwachsene und 30 Kinder angehören, wurde unter anderem mit dem Kultursommerpreis des Landkreises Harburg ausgezeichnet. Mit seiner Kreativ-Aktion "Ein Dorf wird lila!" kam "KuKuK" 2012 sogar zu Fernsehehren.