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"Müssen Alternative suchen"

Gasthof mit Tradition: Der Ramelsloher Hof
kb. Ramelsloh. Faslam, Vereinstreffen, plattdeutsche Theater, Konzerte: Künftig könnte es Probleme geben, in Ramelsloh größere Veranstaltungen durchzuführen. Denn die Zukunft des Gasthauses „Ramelsloher Hof“ ist ungewiss. Der Pachtvertrag mit dem Betreiber-Ehepaar Bettina und Peter Pieper läuft zum Jahresende aus, ob der Gasthof als solches erhalten bleiben wird, ist unklar. „Wie es weiter geht, ist noch offen“, sagt Immobilienmaklerin Karen Ulrich, der das Gebäude gehört. Grund genug für den Ortsrat, sich auf seiner vergangenen Sitzung mit dem Thema zu beschäftigen. „Ein Ort wie Ramelsloh mit fast 2.000 Einwohner muss eine Begegnungsstätte haben“, sprach Matthias Sekerdick (CDU) den Anwesenden aus dem Herzen.
„Das Schlechte ist, dass wir nichts Konkretes wissen“, fasste Jan-Henning Schröder (CDU) die aktuelle Situation zusammen. Außer der Kenntnis über den auslaufenden Pachtvertrag gebe es keinerlei Informationen darüber, was mit dem Gasthof passiert. Das mache es für die Vereine im Ort schwierig zu planen. „Wir müssen einen Alternativ-Plan erarbeiten“, so Schröder. Eine Option wäre der Bau eines Dorfgemeinschaftshauses. Doch darauf machte Ortsbürgermeister Dr. Norbert Wilezich (CDU) wenig Hoffnung. „Es ist schlicht kein Geld da“, so Wilezich.
Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Ortsratsmitgliedern und Vertretern der örtlichen Vereine und Verbände soll nun zunächst einmal klären, welcher Bedarf besteht und ob es alternative Veranstaltungsorte wie z.B. Turnhallen gibt. „Und wir müssen zudem eine kurzfristige Lösung für den Faslam finden“, so Wilezich.
Wenn es nach den jetzigen Betreibern des Ramelsloher Hofes ginge, würden sie die Gaststätte gerne weiterführen. „Wir haben das Haus viele Jahre gemeinsam geleitet und gehen nur schweren Herzens“, sagt Bettina Pieper, die die Gastronomie mit viel Leidenschaft und Begeisterung betreibt. Die Konzertreihe „Monday Music“ sorge jeden zweiten Montag für einen brechend vollen Saal, die Gäste schätzten das gute Essen und den persönlichen Service im Haus, Urlauber würden die idyllische Lage mitten im alten Ortskern direkt gegenüber der Kirche genießen. „Wir würden sofort weitermachen“, sagt Bettina Pieper, auch wenn sie weiß, dass es Dorfgasthöfe nicht leicht haben. „Man muss mit Herzblut dabei sein und sich immer wieder etwas einfallen lassen“, sagt Bettina Pieper. Dass mit Dorfgemeinschafts- und Vereinshäusern vielerorts neue Treffpunkte entstünden, die auch für Feiern aller Art genutzt würden, mache die Sache nicht einfacher. „Das ist natürlich zusätzliche Konkurrenz“, sagt die Gastronomin.
Ortratsmitglied Jan-Henning Schröder hat die Leitung der Arbeitsgruppe zum Thema übernommen und wird nun die örtlichen Vereine und Verbände ansprechen. Wann ein erstes Treffen stattfindet, steht noch nicht fest.