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Er ist der Vater der Störche: Hans Steinert aus Stelle kümmert sich seit knapp 20 Jahren im Kreis Harburg (nicht nur) um Meister Adebar

Ein fliegender Storch auf der Mütze: das Erkennungsmerkmal von "Storchenvater" Hans Steinert
ce. Stelle. Auf seiner Mütze prangt ein fliegender Storch. Ein Bild mit Symbolcharakter, denn seit knapp 20 Jahren engagiert sich Hans Steinert (80) aus Stelle als "Storchenvater" für "Meister Adebar". Sein Ehrenamt begonnen hat Steinert 1995 in Diensten des Niedersächsischen Landesamtes für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), seit gut vier Jahren übt er es für die Arbeitsgemeinschaft Weißstörche in Niedersachsen aus.
"Ich dokumentiere, wo sich im Landkreis Harburg Storchenpaare aufhalten, wie es um den Nachwuchs bestellt ist und ob die Nester intakt sind. Zudem kümmere ich mich darum, dass verletzte Tiere schnellstmöglich behandelt werden", umreißt Steinert sein Aufgabengebiet. Er greift auch ein, wenn Störche durch das Verhalten der Menschen bedroht werden. Dies war beispielsweise der Fall, als ein Jäger vor einigen Jahren mit seinem Hochsitz, auf dem unterdessen Störche nisteten, davonfuhr und die Tiere quasi entführte. "Der Weißstorch-Brutbestand im Landkreis Harburg hat sich von 2011 bis heute von 26 auf 34 Nestpaare erhöht - Tendenz langsam steigend", freut sich Steinert. Bei 28 Paaren habe es in diesem Jahr ausgeflogene Junge gegeben. In den Dörfern rund um Winsen bis zur Elbmarsch mit ihren zahlreichen Feuchtgebieten und Wiesen seien die meisten Störche anzutreffen.
"Bei meinen 'Dienstfahrten' durch den Landkreis bringe ich es auf bis zu 2.500 Kilometer im Jahr", sagt Steinert. Lediglich in der Elbmarsch unterwegs ist er, wenn er für die Vogelschutzwarte Niedersachsen Gänse und Wasservögel in der Elbmarsch zählt.
Die Liebe zu den Vögeln wurde bei Steinert als Jugendlicher geweckt: Von 1948 bis 1950 beteiligte er sich im Landkreis Cuxhaven, wo er auch geboren wurden, an einer weltweiten Storchzähl-Aktion. "Seitdem haben mich diese Tiere nicht mehr losgelassen", sagt der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder.
In seiner knappen Freizeit geht Steinert, der vom Landkreis Harburg bereits für seine Verdienste um den Naturschutz ausgezeichnet wurde, gerne angeln. "Leider lassen mir Störche und Gänse dafür oft kaum Zeit, aber andererseits macht mir die Arbeit nach wie vor großen Spaß."