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Gestohlene Christus-Figur wieder in Ashausener Kirche: Lobgesänge für das Kruzifix

Freuen sich über die Rückkehr des Kruzifix: Lydia Ehlermann, Witwe des Kreuz-Schöpfers, und Pastorin Anja Kleinschmidt
ce. Ashausen. Großer Jubel in der St. Andreas-Kirchengemeinde Ashausen: Genau eine Woche, nachdem das Eichenholz-Kruzifix aus dem Gotteshaus gestohlen worden war (das WOCHENBLATT berichtete), ist es jetzt wieder aufgetaucht. Die an der Bahnhofstraße lebende Elisabeth Behncke suchte am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr ihre Katze und fand das 1,50 x 1,20 Meter große Kruzifix, das Unbekannte in der Nacht an einem Weg so abgelegt hatten, dass es entdeckt werden musste. Die Finderin benachrichtigte umgehend die Polizei. Die Ordnungshüter brachten das Kunstwerk, das Jesus Christus am Kreuz zeigt, zur Kirche zurück, wo gerade Gottesdienst gefeiert wurde. Die begeisterte Gemeinde stimmte zum Dank spontan "Lobe den Herrn"-Gesänge an und ließ die Glocken läuten. Zwei Kirchenvorsteher hängten das mit Metallbolzen an der Kirchenwand befestigte Kruzifix wieder an seinen Platz.
"Wir haben in der vergangenen Woche eine große Betroffenenheit und Anteilnahme erlebt, die uns sehr unterstützt und viele Menschen einander näher gebracht hat", betonte Pastorin Anja Kleinschmidt. "Das war in der Sorge darum, ob wir die Figur zurück bekommen, eine große Hilfe. Wir hoffen auch, dass der Dieb bzw. die Diebe etwas gelernt haben und zukünftig das Eigentum anderer respektieren.
Erleichtert über das Wiederauftauchen des Kruzifix, das der 1965 verstorbene Maler und Bildhauer Friedrich Ehlermann 1963 geschaffen hatte, war auch dessen Witwe Lydia Ehlermann. "Die Jesus-Figur hat mein Mann mit viel Herzblut angefertigt, und sie ist auch ein wichtiger Teil meines Lebens", sagte sie sichtlich bewegt in der Kirche. Ihr Sohn, WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann, sagte: "Wir sind heilfroh, dass die Figur nicht beschädigt wurde und den Menschen hier nun wieder Kraft und Trost geben kann."