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Parken an Todtglüsinger Straße einschränken

An der Todtglüsinger Straße darf nur für zwei Stunden geparkt werden. Für manche Anwohner ist das ein Problem
bim. Tostedt. Das Parken an der Todtglüsinger Straße (K57) in Tostedt ist ein Dauer-Problem: Zwei Stunden lang darf dort maximal geparkt werden.
Doch aufgrund fehlender Parkplätze in der sogenannten Krech-Siedlung nutzen offenbar manche Anwohner und ihre Gäste die Flächen auf der Straße, was mitunter - besonders durch dichtes Parken an der Verkehrsinsel oder durch Vorbeifahren an langen Fahrzeugreihen - zu gefährlichen Situationen führt. Nun hat die Gemeinde beim Landkreis als zuständigem Baulastträger u.a. beantragt, die vorhandenen Fahrbahn-Markierungen um eine weitere Zick-Zack-Linie gegenüber dem Berta-von-Suttner-Weg zu ergänzen. Um das Thema geht es in der öffentlichen Sitzung des Bau- und Wegeausschusses am kommenden Dienstag, 30. Januar, um 18 Uhr im Rathaus-Sitzungsraum, Schützenstraße 26a.
Hintergrund: In der sogenannten Krech-Siedlung sind ab 1970 in drei Bauabschnitten an der Todtglüsinger Straße 670 Wohnungen entstanden. Bedingung war, dass dort für jede Wohnung ein Stellplatz oder eine Garage entstehen musste. Für Besucher der dortigen Bewohner waren keine Parkplätze eingeplant. Aber damals gab es weit weniger Pkw. Bereits vor vier Jahren hatte eine Anwohnerin dem WOCHENBLATT berichtet, dass dort inzwischen rund 3.000 Menschen wohnen würden. Und viele Familien sind auf zwei Autos angewiesen.
Viele Anwohner fordern daher seit Jahren, das Parken zumindest ab 18 Uhr und an Feiertagen ohne zeitliche Begrenzung zu erlauben.
Weiteres Thema im Ausschuss: öffentliche Straßen und Wege sowie Wegeränder im Außenbereich der Gemeinde. Hintergrund ist eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen vom August 2016 nach Klagen des Arbeitskreises Naturschutz (AKN) und anderer Naturschutzorganisationen über die unberechtigte landwirtschaftliche Nutzung von Wegerändern und damit das Verschwinden wichtiger Landschaftselemente.
Die Bundesfreiwilligendienstleistenden im Natur- und Umweltschutz, Madeleine Meyer und Sebastian Mohrmann, hatten zwischen November 2016 und März 2017 im Außenbereich 88 gemeindeeigene Wege vermessen und die von ihnen ermittelten Werte mit den Parzellen-Daten des Geoportals des Landkreises Harburg verglichen. Berücksichtigt wurden dabei nur Wege mit einer größeren Differenz als drei Meter oder nicht mehr sichtbare Grundstücksgrenzen. Ergebnis: Bei acht Wegen hatten die Bufdis einen Flächenverlust von 5.200 Quadratmetern ermittelt.
Im Bau- und Wegeausschuss soll nun über Vorschläge und das weitere Vorgehen zur Wiederherstellung von öffentlichen Randstreifen in der ursprünglichen Breite in Kobination mit der Schaffung blühender Randstreifen abgestimmt werden, um dem Rückgang der Insektenpopulation entgegenzuwirken. Als Pilotprojekt sollen im Frühjahr Rand- und Grünstreifen im Bereich des Reddernweges in Dohren in ihrer ursprünglichen Breite wiederhergestellt werden.