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Tostedter Schulwege sicherer machen

Jürgen Lürtzing berichtete von den für die Gemeinde Tostedt gewünschten Tempo 30-Bereiche
bim. Tostedt. Die untere Bahnhofstraße in Tostedt ist vielbefahren. Neben dem Durchgangsverkehr sorgen auch zu und von den Parkplätzen fahrende Autos und der Anlieferverkehr für unübersichtliche Situationen, wobei die über die Straße geführten Radfahrer schon mal in brenzlige Situationen geraten können. „Wir halten es für deutlich sicherer, in der unteren Bahnhofstraße Tempo 30 einzurichten“, sagte Tostedts Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam in der Sitzung des Bau- und Wegeausschusses. Wo die Gemeinde den Kfz-Verkehr entschleunigen möchte, stellte Jürgen Lürtzing vom Fachbereich Ordnung und Verkehr vor.
Da es sich bei der Bahnhofstraße um eine Landesstraße (L141) handelt, ist das aber nicht ohne Zustimmung des Landkreises möglich. Auch wenn andere Behördenvertreter sich bei einer kürzlich erfolgten Verkehrsschau für die Beibehaltung von 50 km/h ausgesprochen hätten, will die Gemeinde dennoch einen Antrag auf Tempo 30 zwischen dem Kreisel am Baumschulenweg und der B75 beim Landkreis stellen. Auch an fünf weiteren Punkten möchte die Gemeinde den Kfz-Verkehr verlangsamen.
Einstimmig fiel das Votum dafür aus, eine neue Tempo 30-Zone zwischen Bahnhof- und Poststraße einschließlich der Querstraßen Baumschulenweg, Freudenthalstraße,  Ostdeutsche Straße, Mittelweg, Buchenweg, Am Bahnhof und Am Helferichheim auszuweisen.  
Ebenso einhellig befürwortete der Ausschuss, die untere Freudenthalstraße und die Schützenstraße bis zum Bahnübergang in die bestehenden Tempo-30-Zonen einzubeziehen.
Auch soll die Gemeinde beantragen, die Möglichkeiten einer Geschwindigkeitsreduzierung auf der gesamten Poststraße auf 30 km/h und eine Einbeziehung in die angrenzenden Tempo-30-Zonen sowie die Aufhebung der bestehenden Vorfahrtbeschilderung verkehrsbehördlich prüfen zu lassen.
Nicht einig war sich der Ausschuss darüber, Tempo 30 aus Sicherheitsgründen auch entlang der Straße Am Bahnhof einzurichten und die Vorfahrtregelungen entsprechend anzupassen. „Dass es spätnachmittags am Bahnhof keine Unfälle gibt, ist nicht erklärbar. Und damit, eine stabile Situation anzufassen, tun sich die Beteiligten schwer“, berichtete Jürgen Lürtzing. Warum etwas ändern, wenn bei 50 km/h alle vorsichtig fahren?, meinten Günther Knabe (Grüne) und Frank Plantikow (SPD). Drei Ausschussmitglieder stimmten dafür, drei dagegen. Hier muss letztlich der Rat entscheiden.
Überprüft werden soll wegen der steigenden Schülerzahlen aus der Gartenstadt Heidloh auch die Sicherheit auf den Schulwegen in Todtglüsingen. Dazu gehören die Breiten der Fußwege und die Querungsmöglichkeiten an der Harburger Straße, der Lohberger Straße (K57) und der Niedersachsenstraße sowie die Möglichkeit, die beiden Fußgängerampeln durch eine Vollampel mit ausreichenden Wartebereichen an der Harburger Straße zu ersetzen, und in den unübersichtlichen Kurven 30 km/h auszuweisen.
Eine teilweise Entschärfung könnte sich ergeben, wenn im Zuge der Erweiterung der Gartenstadt Heidloh eine Fußgängerampel an die Einmündung Tostedter Straße/Dohrener Weg kommt, sodass einige Schulkinder nicht mehr den Weg entlang der Harburger Straße nehmen müssen.