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Zwei Varianten für einen B-Plan: Apensen will Heidort überplanen

jd. Apensen. B-Plan statt Wildwuchs - nach diesem Motto will die Gemeinde Apensen künftig bei den noch freien Flächen rund um die kleine Straße Heidort vorgehen. Dort hatte der Landkreis die Errichtung von zwei zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern mit zusätzlichem Staffelgeschoss genehmigt - trotz erheblicher Bedenken aus dem Apenser Rathaus (das WOCHENBLATT berichtete). Die Gemeinde befürchtet vor allem eine Überlastung der schmalen Straße, wenn der Anliegerverkehr durch den Bau größerer Häuser noch stärker ansteigt. Eine Überplanung der noch bebaubaren Restfläche - eine Wiese inmitten des Straßenvierecks - soll es nun richten: Darin ist eine Firsthöhe von neun Metern vorgeschrieben: Größere Bauten mit mehreren Wohnungen werden so verhindert.

Allerdings mussten die Plan-Entwürfe noch einmal überarbeitet werden. Einer der fünf betroffenen Eigentümer habe mitgeteilt, dass er keinen B-Plan für sein Grundstück wünsche, berichtet Gemeindedirektorin Sabine Benden: "Wir werden diese Wiese aus der möglichen Bebauung herausnehmen und als Grünfläche ausweisen." Benden hatte gehofft, dass sich die anderen vier im Vorfeld ebenfalls bei der Gemeinde melden - doch Fehlanzeige.

Nun gibt es zwei neue Entwürfe für den B-Plan: In der ersten Variante ist noch die ursprünglich vorhandene Stichstraße vorhanden und lediglich die erwähnte Wiese ausgeklammert, die zweite Variante schließt den gesamten Innenbereich als bebaubares Areal aus. Damit würde sich auch die Zahl der möglichen Bauplätze von etwa neun auf fünf reduzieren. "Wer jetzt nicht will, dass sein Grundstück als bebaubare Fläche ausgewiesen wird, kann das im Nachhinein nicht mehr so einfach ändern, wenn dann doch Bedarf besteht", gibt Benden zu Bedenken.

Das Aufstellen eines B-Plans sei ein aufwendiges Verfahren, so Benden. Sollte jemand auf einer Fläche, die künftige als Grünland ausgewiesen ist, dann doch bauen wollen, ginge das nur über einen vorhabenbezogenen B-Plan. Für dessen Kosten müsse - anders als jetzt - dann auf jeden Fall der Bauherr aufkommen.
Der Planungsausschuss hat am gestrigen Dienstagabend über das Thema beraten. Eine endgültige Entscheidung über den B-Plan trifft der Rat wahrscheinlich in der kommenden Woche.