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Grüne sind für eine "Ostumgehung" in Apensen

So könnte die Umgehung (orange) verlaufen (Foto: Open Street Map / jd (Bearb.))
jd. Apensen. Der Verkehr in der Apenser Ortsmitte hat in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Der Ort liegt auf halbem Weg zwischen Stade bzw. Buxtehude und der Autobahn. Entsprechend viele Autos rauschen durch Apensen. Der Bau der Nordumgehung vor rund acht Jahren hat wenig Entlastung gebracht, da sie den Hauptverkehrsstrom nicht umgelenkt hat. Jetzt schlagen die Grünen vor, eine weitere Entlastungsstraße zu bauen, die diesen Namen auch verdient: Mit dieser "Ostumgehung" könnten tatsächlich die Automassen aus Apensen verbannt werden.

Jeder, der morgens mit seinem Auto aus Richtung Ahlerstedt nach Apensen fährt, muss diese tagtägliche Geduldsprobe bestehen: An der Einmündung der Zevener Straße stauen sich die Pkw. Wer in die vielbefahrene Beckdorfer Straße einbiegen will, muss warten, bis es mal eine kleine Lücke im Verkehrsfluss gibt. Der Bau des Kreisel in der Ortsmitte hat die Situation noch verschlimmert: Seitdem rauschen die Autos auf der vorfahrtsberechtigten Beckdorfer Straße in noch dichterem Takt heran.

Das WOCHENBLATT hat schon vor der Errichtung des Kreisverkehrs auf das Problem hingewiesen. Damals war im Gespräch, eine abknickende Vorfahrt zur Zevener Straße zu schaffen. Doch diese Lösung ist passé: Im Kreisel könnte sich dann ein Rückstau bilden und diesen lahmlegen. Die Verwaltung hat resigniert: "Wir müssen uns mit diesen Gegebenheiten abfinden", erklärte kürzlich Apensens Gemeindedirektorin Sabine Benden. Sie sehe keine Chance, die derzeitige Verkehrssituation zu verbessern.

Nun kommt aber aus einer Ecke, von der man es gar erwartet hätte, eine geradezu visionäre Idee: Ausgerechnet die Grünen schlagen vor, eine weitere Straße zu bauen. Gegenüber dem WOCHENBLATT erklärte Dieter Kröger, grüner Ratsherr im Samtgemeinderat, er halte es für durchaus sinnvoll, eine östliche Ortsumfahrung zu schaffen - idealerweise mit einer Anbindung an die bestehende Nordumgehung.

"Darüber könnten wir den gesamten Verkehr von und nach Stade leiten", sagt Kröger: "Die Ortsmitte wäre spürbar entlastet." Ein weiterer Aspekt sei die Sicherheit: Schulkinder seien aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens immer wieder Gefahren ausgesetzt.