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Reißt es die Heidehonig-Ernte raus? Imker klagen über schlechtes Honigjahr

Jan-Hinrich Nebendahl bei der Kontrolle seiner „Heidebienen“
mi. Buchholz. Das ist der Lohn für viel Arbeit: Jan Hinrich Nebendahl (42) vom Imkerverein Buchholz ist einer der wenigen Hobbyimker, der Bienenvölker in der Heide hat. Dieses Jahr wird er im Gegensatz zu seinen Kollegen außerhalb der Heide mit einer guten Ernte belohnt.
In der Nähe von Wesel steht der Bienenzaun von Jan-Hinrich Nebendahl. In dem traditionell reetgedeckten Unterstand hat der Hobbyimker neben modernen Bienenmagazinen auch auch vier für die Region typische Bienenkörbe aufgestellt. „Die Heideblüte wird von vielen Imkern nicht mehr genutzt, da es dort nicht mehr ausreichend ‚honigt‘, sodass die Bienenvölker dort immer beinahe am Verhungern sind“, erklärt der Hobbyimker. Zudem sei die Gewinnung des Honigs aufwendiger, da die Waben vor dem Schleudern noch mit einer Nagelwalze bearbeitet werden müssten, um an den Honig zu gelangen. Doch trotz des Aufwands: Jan Hinrich Nebendahl freut sich schon jetzt auf seinen neuen Heidehonig.

Bisher schlechtes Honigjahr
Laut Imkerverein Buchholz gab es in 2016 bisher eine mäßige bis schlechte Honig­ernte. Die Ergebnisse bei der Obst- und Rapsblüte im Frühjahr seien durchschnittlich gewesen. Schlimmer: Die Sommertracht aus diversen Sommerblüten fiel in diesem Jahr wegen des schlechten Wetters zumeist komplett aus.
Lichtblick: Imker, die Bienenvölker in der Heide haben, können wohl mit einer guten Ernte rechnen.