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Wahlhelferin Wiebke Wiegers: Mit Spaß bei der Bürgerpflicht

Die Ausgabe der Wahlzettel gehört zu den Aufgaben von Wiebke Wiegers. Das Foto wurde vor der Eröffnung des Wahllokals aufgenommen
os. Buchholz. Ohne engagierte Bürgerinnen wie Wiebke Wiegers (73) könnten Wahlen in Deutschland nicht durchgeführt werden: Sie ist eine von landesweit Tausenden Wahlhelfern, die am Wahltag in zwei Schichten auf den korrekten Ablauf achten und abends die Stimmen der Wähler auszählen, so auch bei der Landtagswahl in Niedersachsen am vergangenen Sonntag.
Seit fast 25 Jahren steht die Rentnerin aus Buchholz als Wahlhelferin zur Verfügung. Bei all den Bundestags-, Landtags-, Kommunal- und Europawahlen fehlte sie nur zwei Mal - ein Mal wegen Krankheit, ein Mal wegen Urlaubs. „Die Arbeit als Wahlhelferin macht mir viel Spaß, vor allem wegen des tollen Teams“, sagt Wiegers. Zu dem ehrenamtlichen Job, für den es lediglich ein überschaubares Erfrischungsgeld gibt, kam die Buchholzerin über ihren ehemaligen Nachbarn, der zuvor als Wahlhelfer tätig gewesen war. „Er sagte zu mir: ‚Mach‘ das auf keinen Fall, weil du sonst immer mit in den Wahlen drinhängst‘“, erinnert sich Wiebke Wiegers. Sie sagte der Stadt trotzdem zu und bereut ihre Entscheidung nicht. Eigentlich habe sie nur ein paar Mal als Wahlhelferin mitmachen wollen, „um meiner Bürgerpflicht nachzukommen“.
Das Engagement gefiel ihr so gut, dass sie längst zur unverzichtbaren Mitarbeiterin geworden ist. „Ich kann nur jedem empfehlen, als Wahlhelfer zu arbeiten. Dann weiß man, worüber man spricht, und kann danach immer noch sagen, dass man nicht mehr weitermachen möchte“, erklärt Wiebke Wiegers.
Für den Wahlsonntag wünschte sie sich vor allem eines: „Ich hoffe, dass die Wähler die richtigen Benachrichtigungszettel dabei haben.“ Hintergrund: Bei der Bundestagswahl kamen jüngst erstaunlich viele Bürger mit dem falschen Papier an - wegen der dichten Folge hatten die Kommunen zwei Wahlbenachrichtigungen verschicken müssen. „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“, sagt Wiebke Wiegers dazu schmunzelnd.
Die Wahlhelferin ist übrigens glücklich darüber, dass die Bundestags- und die Landtagswahl nicht an einem Termin stattfanden. „Dann hätten wir richtig viel Zeit ins Zählen investieren müssen“, erklärte Wiegers. Pro Wahl sind die Helfer mit der Stimmenauszählung zwischen 90 und 120 Minuten beschäftigt.