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Die Endlos-Baustelle in Buchholz

Die Buchholzer Innenstadt leidet, weil die Fußgängerzone zwischen Famila und der Buchholz Galerie noch immer nicht fertig ist



rs. Buchholz Seit rund zwei Jahren ist die Innenstadt-Straße "Peets-Hoff" für Bürger und Anlieger Quelle von Behinderungen und Frust; erst als Lagerplatz für den Bau der Buchholz Galerie und bis heute als Großbaustelle beim Umau zur Fußgängerzone. Bauherr ist der Investor der Buchholz Galerie, das Hamburger Unternehmen DC Commercial. Die Stadt begleitet das Projekt - und schießt 500.000 Euro dazu.

Eigentlich sollten hier längst die Menschen unter grünen Bäumen flanieren oder beim Plätschern eines Wasserspiels Kaffee, Wein, Bier und gute Speisen in der Sonne genießen. Kurz: Zwischen Famila und dem neuen Einkaufszentrum sollte längst ein Fußgängerbereich mit ganz hoher Aufenthaltsqualität Bürger und Innenstadt-Kunden aus dem ganzen Landkreis anlocken.

Zumindest wenn man dem Buchholzer Bürgermeister glauben wollte. Der hatte im Dezember 2012 gegenüber einer Zeitung versprochen: "Bis zum Frühjahr ist alles fix und fertig." Doch im Frühjahr standen dort noch die Container der Unternehmen, die die Buchholz Galerie errichtet haben. Und auch das nächste Versprechen - Pfingsten können Sie dort die Sonne genießen" - erwies sich als fatale Uninformiertheit.

Jetzt heißt es vom Bürgermeister: Ende Juli sei das Projekt durch, kleine Restarbeiten könnten noch im August ausgeführt werden. August welchen Jahres, möchte man fragen, wenn man den Fortgang der Bauarbeiten verfolgt. Seit Wochen sind In der Regel zwei Leute im Kernbereich der Großbaustelle tätig. Drei weitere waren am vergangenen Montag damit befasst, endlich die Parkhaus-Einfahrt von der Lindenstraße her fertigzustellen.

Dazu erklärt Georg Burgner, Projektleiter bei DC Commercial: "Für das Kernstück der Fußgängerzone, das Wasserspiel, sind umfangreiche Vorarbeiten durch unterschiedliche Akteure nötig. In der nächsten Woche wird ein großer Erdtank, eingebaut, erst danach können die Arbeiten so richtig weitergehen."

Für die immense Zeitverzögerung des Projektes nennt Burgner zwei Gründe: Erstens: Vier Monate habe man durch den langen Winter verloren. Zweitens: Mit der Eröffnung der Buchholz Galerie seien eine zahlreiche kleine Schritte nötig geworden, teilweise als Provisorium, die das Gesamtprojekt verzögert hätten.

Mag alles sein. Doch spricht man mit Menschen, die mit derartigen Projekten befasst sind, hört man unisono: "Bei guter Vorplanung maximal vier Monate Bauzeit."