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Ehemaliger ZDF-Chefreporter Alexander Niemetz als glühender CDU- und Merkel-Fan

Sprach sich gegen einen gestzlichen Mindestlohn aus: Alexander Niemetz
 
Referent Alexander Niemetz (li.) im Gespräch mit Andreas Sommer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Harburg-Buxtehude
os. Buchholz. "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Aber nicht jedes Volk kann sich glücklich schätzen, eine Regierungschefin wie Angela Merkel zu haben!" Das sagte Alexander Niemetz (69) am Dienstagabend im bestens besuchten Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore. Dort referierte der ehemalige ZDF-Chefreporter und langjährige Moderator des "heute journals" beim 6. Investmenttag der Sparkasse Harburg-Buxtehude zum Thema "Deutschland nach der Wahl - Alles beim Alten oder Aufbruch zu neuen Ufern".
Der Schweizer Niemetz, nach eigenem Bekunden ein "Liberalkonservativer", entpuppte sich in seinem knapp 70-minütigen Vortrag als glühender Merkel- und CDU-Fan. Sein Credo: Egal welcher Koalition die Christdemokraten vorstehen werden, sie werden es schon richten und Deutschland in eine positive Zukunft führen. Bewegen müssen sich ausschließlich die Grünen und die SPD.
Niemetz sieht die Große Koalition in Berlin nicht als selbstverständlich an. Ein Scheitern bei den Koalitionsverhandlungen sei möglich. "Es kann gut sein, dass die Stimmungsmache bei der SPD-Basis verhindert, die Ergebnisse der Verhandlungen positiv genug zu verkaufen", so Niemetz. Er verstehe sowieso nicht, warum die Deutschen so verliebt in die Große Koalition seien, erklärte der Schweizer.
Bei einem "Nein" der SPD-Mitglieder würde die CDU mit den Grünen koalieren. "So weit sind die Parteien nicht auseinander. Eine schwarz-grüne Koalition wäre ein mutiges Zeichen des Aufbruchs", betonte Niemetz. Zuerst müssten sich die Grünen nach dem Abgang der Alt-Vorderen Claudia Roth und Jürgen Trittin neu ordnen. "Ich bin mir sicher, dass die Grünen dann eine Bürgerrechtspartei werden und nicht die Bevormundunsgpartei, als die sie sich im Bundestagswahlkampf aufgespielt haben."
Die FDP werde in vier Jahren mit Macht zurückkommen, prognostizierte Niemetz. Und die "Alternative für Deutschland" (AfD) habe keine Chance. "Ich kapiere sowieso nicht, was diese Partei mit ihren tumben Professoren will. Die Eurokrise wird ihnen nicht das Futter geben, dauerhaft Fuß zu fassen", so der freie Publizist.
Niemetz sprach sich gegen einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn aus. "Warum sollte es ihn geben?", fragte er. Er warnte davor, die Tarifautonomie aufzugeben. "Das ist ein sehr hohes Gut, das in Deutschland geschaffen wurde", so Niemetz. Steuererhöhungen schloss er aus. Dafür müsse es eine Neuregelung der Finanzen zwischen Bund und Ländern geben. Vor allem bei der Bildung müssten neue Impulse gesetzt werden: "Wir müssen die Auswanderung der Gescheiten stoppen! Wir brauchen Jobs, Jobs und noch einmal Jobs!"
Dass mit Angela Merkel der Erfolg programmiert ist, steht für Alexander Niemetz fest: "Ich kenne sie seit 1989. Heute füllt sie ganze Räume aus, damals nicht einmal eine Tür!"

Zur Person

Alexander Niemetz (geb. 28. November 1943 in Balsthal, Schweiz) studierte in Berlin Politikwissenschaften und war danach bei verschiedenen Schweizer Zeitungen beschäftigt. Anschließend war er als Pressesprecher bei der CDU in Hessen und beim späteren Postminister Christian Schwarz-Schilling tätig. Bekannt wurde Niemetz als Chefreporter fürs ZDF (1985-1991) und als Moderator des "heute journals" (1982 - 1984 sowie 1991 bis 2001). Seit 2001 arbeitet Niemetz als freier Publizist und Coach für Politiker. (Quelle: Wikipedia)