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Provisorische Ampelanlage bleibt

"Das Provisorium sieht nicht schön aus": die Ampelanlage am Nordring
os. Buchholz. Als die Ampelanlage an der Kreuzung Hamburger Straße/Nordring vor rund drei Jahren eingerichtet wurde, gingen die Buchholzer Verkehrsbehörde und der Landkreis Harburg von einem Provisorium aus. Jetzt steht fest: Das Provisorium bleibt noch eine ganze Weile bestehen. Obwohl klar ist, dass die gefährliche Kreuzung irgendwann durch einen Kreisel entschärft werden soll.
„Das sieht hier aus wie in einem Entwicklungsland“, ist einer der harmloseren Sprüche von Autofahrern angesichts zahlloser Kabel, die die Kreuzung überspannen. Der Kreis lässt sich das Provisorium pro Jahr 17.100 Euro kosten. Das Problem: Der Kreisel am Nordring ist Teil der Ostring-Planung. Da die Diskussion über die umstrittene Umgehungsstraße festgefahren ist und die Sache vor Gericht schmort, geschieht an der unfallträchtigen Kreuzung an der Kreisstraße nichts.
„Diese Verkehrslösung einer provisorischen Ampelanlage muss allein aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres aufrechterhalten werden“, erklärt Kreissprecher Johannes Freudewald. Das Provisorium sei nicht schön, räumt er ein. Aufgrund der Planfeststellung des Ostrings liege eine Veränderungssperre nach Paragraph 29 des niedersächsischen Straßengesetzes auf der Kreuzung. Freudewald: „Daher kann dort erstmal baulich nichts passieren.“

KOMMENTAR

Landkreis muss sofort handeln

Seit drei Jahren gönnt sich der Landkreis eine Ampelanlage, von dem er selbst sagt, dass sie nicht schön aussieht. 50.000 Euro hat das bereits verschlungen. Da in absehbarer Zeit nicht mit einer Entscheidung zum Ostring-Bau zu rechnen ist, muss der Kreis jetzt handeln: Entweder er investiert in eine dauerhafte Ampelanlage, oder er baut sofort den Kreisel. Dass dieser kommen soll, ist ja unstrittig.
Eine Veränderungssperre wirkt da wie Steuergeldverschwendung. Oliver Sander