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Warum floppt die Internationale Gartenschau (igs) in 'Wilhelmsburg?

Auch die bunteste Blumenpracht konnte nicht genügend Besucher nach Wilhelmsburg locken. Ein Grund: Das südliche Hamburger Umland wurde bei der Werbung völlig vergessen (Foto: archiv)

Fast 1,5 Millionen Besucher fehlen / Experten bemängeln falsche Werbestrategie / Das Hamburger Umland einfach vergessen

rs). Mit 2,5 Millionen Besucher hatten die Macher der Internationalen Gartenschau (igs) in Wilhelmsburg geplant. Drei Wochen vor Ende der Ausstellung am 13. Oktober lag die Besucherzahl bei etwas über einer Million. Ein Grund des Mega-Flops: Die Werbung für die IGS war ungenügend - vor allem im südlichen Hamburger Umland.
Die igs sei zu wenig beworben worden, stellte der Hamburger Trendforscher Wippermann bereits zur Halbzeit fest. Da schoben die Verantwortlichen die Misere noch auf ein verregnetes Frühjahr - und blieben tatenlos. Im südlichen Hamburger Umland hielten die igs-Organisatoren Werbung ganz für überflüssig. „Wir haben uns als Werbepartner angeboten, sind aber überheblich abgebügelt worden“, erinnert sich WOCHENBLATT-Geschäftsführer Stephan Schrader an den Versuch einer Gesprächsanbahnung mit den Marketing-Leuten der igs. Die WOCHENBLATT-Gruppe, die mit ihren Zeitungen 400.000 Haushalte pro Woche zwischen Winsen und Stade erreicht und inzwischen über ein stark frequentiertes Online-Portal verfügt, verzichtete daraufhin auf jede Berichterstattung über die Gartenschau, deren Standort nicht in ihrem Verbreitungsgebiet liegt. Wie sagte es Henry Ford: „Wer nicht wirbt, stirbt“.