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Hautcheck: Mini-Aufwand mit Maxi-Aussage

Arbeiten interdisziplinär zusammen: Prof. Dr. med. Volker Steinkraus (links) und Dr. med. Jan Nebendahl (Foto: Dermatologikum)
(ah). Die Haut ist das größte Organ des Menschen – und lässt sich wie kein anderes schnell, einfach und gleichzeitig effektiv untersuchen. Trotzdem nutzen viele das Angebot eines Hautchecks nicht. Dabei ist die regelmäßige Vorsorge wichtig. Denn: Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird.
Dermatologe Prof. Dr. med. Volker Steinkraus, Gründer des Dermatologikum Hamburg, Europas größter Praxis für Dermatologie, und Dr. med. Jan Nebendahl, Leiter des Zentrums für Ästhetische Dermatologie, Plastische Chirurgie und Lasermedizin am Dermatologikum Hamburg, erklären, warum eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge unerlässlich ist und wie Patienten von der interdisziplinären Zusammenarbeit am Dermatologikum profitieren.
1. Wird der Hautcheck regelmäßig in Anspruch genommen?
Obwohl die Krankenkassen die Kosten für eine Hautvorsorgeuntersuchung ab dem 35. Lebensjahr übernehmen, wird dieses Angebot leider noch zu selten wahrgenommen. Dabei erkranken jedes Jahr mehr als 230.000 Deutsche neu an Hautkrebs.
2. Wann ist eine Untersuchung dringend anzuraten?
Bei pigmentierten Veränderungen an der Haut sollte unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden, ob es sich nur um einen harmlosen sogenannten Altersfleck, der durch langjährige Sonneneinwirkung entsteht, handelt oder um Hautkrebs. Wie häufig eine Untersuchung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Risikoprofil ab, das vom Facharzt festgelegt werden sollte.
3. Wie wird eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt?
Hautkrebs ist selbst für den Fachmann nicht immer leicht zu erkennen. Deshalb ist eine spezielle Lupe (Dermatoskop) beim Hautcheck obligatorisch. Eine Videodermatoskopie ermöglicht zusätzlich, Hautveränderungen exakt einzustufen und bei Bedarf über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Eine Untersuchung dauert nicht länger als zehn Minuten. Sie ist einfach, tut nicht weh und ist effektiv. Mit einem Mini-Aufwand erhält man eine Maxi-Aussage.
4. Woran lässt sich Hautkrebs erkennen?
Weißer Hautkrebs tritt entweder in Form von kleinen geröteten Stellen in Erscheinung, die rau und mit einer gelblich-weißen festhaftenden Schuppe versehen sind – häufig auf dem Nasenrücken, der Stirn, der Jochbeinregion oder dem Handrücken. Eine weitere Form ist das Basalzellkarzinom, das sich in kleinen, häufig glasigen Knötchen bemerkbar macht, aber auch aussehen kann wie eine kleine entzündliche Rötung. Pigmentierte Veränderungen auf der Haut, vor allem an ungewöhnlichen Stellen wie dem Nasenflügel oder am Ohr, können auf einen schwarzen Hautkrebs hindeuten.
5. Welche Vorteile bietet die interdisziplinäre Zusammenarbeit?
Die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen wie Dermatologie und Plastische Chirurgie im Dermatologikum und bei Notwendigkeit die Kooperation mit Internisten und Radiologen in dem Zentrum „Medizin am Stephansplatz“ in der Hamburger Innenstadt ermöglichen schnelle und präzise Diagnosen bei Verdacht auf Hautkrebs. Das Dermatologikum verfügt über ein großes Labor mit mehreren Fachärzten für Dermatohistologie. Außerdem werden gemeinsame Fallbesprechungen regelmäßig durchgeführt und bei komplexen und anspruchsvollen Eingriffen wird auch gemeinsam operiert.
6. Wie aufwändig ist eine OP, wenn tatsächlich ein Tumor entdeckt wird?
Je früher ein Hautkrebs erkannt wird, desto unkomplizierter ist der operative Eingriff, der in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Dank moderner OP-Techniken sind Patienten bereits kurz nach dem Eingriff wieder mobil. Für größere Eingriffe stehen fünf Tageszimmer zur postoperativen Versorgung zur Verfügung. Durch eine punktgenau gesetzte örtliche Betäubung können Vollnarkosen in den meisten Fällen vermieden werden. Die Kombination aus kurz- und langanhaltenden örtlichen Betäubungsmitteln führt zu einer schmerzfreien Phase während und nach der ambulanten Operation.