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Buxtehude: Der "Goldene Igel" ging an "Scheideweg"

Die erste Kurzfilmfestival-Preisverleihung: Dieter Klar (v. li.) und Dennis Tappert übergeben den "Goldenen Igel" an "Scheideweg"-Kameramann Leonard Ostermann

Erstes Kurzfilmfest "Buxtinale" kam bei Publikum sehr gut an

ab. Buxtehude.
""Das versichere ich jetzt schon: Wir werden das Filmfest auf jeden Fall wiederholen." Tosender Beifall folgte am Samstagabend im Kulturforum am Hafen auf die Worte von Dieter Klar - der Buxtehuder Regisseur war für den erfolgreichen Verlauf des ersten Kleinkunstfilmfestes "Buxtinale" mit verantwortlich gewesen. Als Teil der Jury hatte er mit Schauspielerin Katrin Ingendoh und Regieassistentin Tale-Maja den ersten "Buxtinale"-Gewinner gewählt: den Kurzfilm "Scheideweg" von Regisseur Arkadij Khaet.

Alle Kurzfilm-Veranstaltungen in Buxtehude, verteilt über drei Tage, waren bestens besucht worden. "Das sprengt wirklich sämtliche Erwartungen", freute sich Dennis Tappert. Wie berichtet, hatte er gemeinsam mit Lars-Kristian Brandt die "Buxtinale" auf die Beine gestellt. Das Kulturforum platzte am Samstagabend aus allen Nähten, die Bestuhlung reichte nicht aus - viele Zuschauer wollten die letzten drei Beiträge des Festivals und die Preisverleihung sehen.

Aus Berlin war Zara Demet Altan angereist: Die Lehrerin wurde von fünf ihrer sechs "Akteure" begleitet, die in ihrem Beitrag "Frühlingskinder" die Hauptrollen spielen. Im Film schildert Altan, wie eine syrische Familie sich nach der Zerstörung ihres Hauses auf die Flucht begibt, bei der die sechs Geschwister getrennt werden. Mit dem Beitrag möchte die Lehrerin ein Bewusstsein dafür schaffen, was Flüchtlingskinder auf ihrer Flucht erlebt haben. "Wir Lehrer waren völlig unvorbereitet darauf, mit diesen traumatisierten Kindern in der Schule umzugehen", sagt sie. Es sei wichtig, darin ausgebildet zu werden, um den jungen Flüchtlingen ein Aufarbeiten zu ermöglichen. Zara Altan und ihre Schüler erhielten einen Sonderpreis von 250 Euro.

Das Thema des "Goldener Igel"-Beitrags befasst sich dagegen mit der Gefühlswelt eines Teenagers, der feststellt, dass ihn die Annäherungsversuche seiner Freundin beunruhigen. Als der ältere Bruder des Mädchens aber versucht, ihn aus dem Haus zu schmeißen, erlebt der Hauptdarsteller eine Offenbarung.

Der "Silberne Igel" ging an den Beitrag "Wir könnten, wir sollten, wir hätten doch" von David M. Lorenz, den "Bronzenen Igel" verlieh die Jury dem Werk "Kalt". Den Publikumspreis gewann der Beitrag "MICK" von Lea Nöhring-Ullmann.