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Die Arbeit der Buxtehuder Tafel: Die Stadt ist reich an armen Familien

Superintendend Dr. Martin Krarup (Foto: tk)

Rund 340 Familien mit 338 Kindern sind auf die Tafel angewiesen

tk. Buxtehude. Buxtehude ist eine reiche Stadt. Dennoch wird die Arbeit für die insgesamt 45 Ehrenamtlichen der Tafel beständig mehr. 340 Familien brauchen die Lebensmittel der Tafel, um über die Runden zu kommen. 844 Erwachsene und 338 Kinder können ohne das, was in Supermärkten aussortiert wird, ihren Kühlschrank nicht füllen. Das sind traurige Zahlen und Fakten, die Superintendent Dr. Martin Krarup der Buxtehuder Politik kürzlich präsentierte.



Er war im Sozialausschuss zu Gast, über um die Arbeit der Buxtehuder Tafel zu berichten. Denn: Weil die Anzahl der Bedürftigen stetig zunimmt, braucht die Einrichtung des Diakonieverbands Buxtehude-Stade inzwischen Geld von der Stadt. Seit diesem Jahr unterstützt Buxtehude die Tafel mit 5.000 Euro. 39.000 Euro hat die Tafel im vergangenen Jahr ausgegeben und rund 17.000 Euro durch Spenden eingenommen. "Wir sind dankbar für die Förderung, weil wir sie brauchen", sagte Krarup.

Einigkeit der Buxtehuder Sozialpolitiker: "Sie leisten hervorragende Arbeit!" Benjamin Koch-Böhnke (Linke): "Das beste wäre es aber, wenn die Tafel irgendwann überflüssig wäre." Das wird wohl kaum der Fall sein. Der ehrenamtliche Tafel-Koordinator Tim von Borstel: "Langsam aber stetig steigt die Zahl der Senioren an, die auf die Tafel angewiesen sind." Diese Bedürftigen verspüren aber häufig große Scham, auf die Tafel angewiesen zu sein. Barbara Ehrhadt-Gessenharter, beigeordnetes Ausschussmitglied der Grünen, zog als Fazit: "Wir müssen Armut in Buxtehude in den Fokus rücken" - obwohl die Stadt reich ist.