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Hunde-Adoptiv-Mama: Ein Zuhause für Tiere auf Zeit

Vorsichtige Annäherung: Für den Rüden Balou wird ein neues dauerhaftes Zuhause gesucht

Gerda Idker nimmt Hunde in Pflege, die auf die Vermittlung warten / Pflegestellen werden noch dringend gesucht


ab. Buxtehude. Manchmal ist keine Möglichkeit zur Unterbringung vorhanden, manches Tier verträgt sich nicht mit anderen oder die Tierheime sind schlichtweg überfüllt: Gründe, warum ein heimatloses Tier in eine Pflegestelle kommt, gibt es einige. Vielen Tieren geht es dort gut, doch wie gehen die „Pflegeeltern“ mit dieser Zwischenlösung um?

Eine, die Hunde gern für kurze Zeit bei sich aufnimmt, ist die Buxtehuderin Gerda Idker (71). Vor rund zwei Jahren begann sie sich beim Tierschutzverein in Buxtehude zu engagieren und übernahm bald ihren ersten Pflegehund - einen bezaubernden Mischling. „Als der Hund zu mir kam, hatte er keinen Namen“, erzählt Gerda Idker. „Aber gelaufen ist er, stolz wie Oskar. Von da an nannte ich ihn Oskar.“ Der kleine Kerl war ein Fundhund, an dem die Pflegemutter sehr hing. „Es ist mir schwer gefallen, Oskar abzugeben.“ Doch als sie sah, welch guten Draht das potenzielle Herrchen von Anfang an zu dem ca. zweijährigen Rüden hatte, konnte sie sich damit besser abfinden. Gemeinsam mit Rita Sarach vom Buxtehuder Tierschutzverein fuhr Gerda Idker zu den Interessenten nach Hause und begutachtete Oskars neue Heimat. „Die Pflegeeltern können am ehesten sagen, ob alles Notwendige für das Tier vorhanden ist.“ Es sei wichtig, vorab zu klären, ob ein Hund beispielsweise Treppen steigen muss, ob am Haus ein Garten vorhanden ist oder es genügend Möglichkeiten zum Spazierengehen gibt.

„Einige Menschen machen sich nicht klar, was es bedeutet, einem Tier ein Zuhause zu geben und wie viel Verantwortung das mit sich bringt“, sagt Idker. Nicht jeder Hund funktioniere so, wie man es sich wünscht. Es kann sein, dass er krank wird, etwas kaputt macht. Auch stecke viel Arbeit dahinter, einem Hund das Alleinsein beizubringen. „Bei Oskar hat das nicht funktioniert, er hat losgebellt, sobald ich die Wohnung verlassen habe.“ So etwas gebe mitunter Ärger mit den Nachbarn und sei für manchen Hundebesitzer schon Grund genug, das Tier zurück ins Tierheim zu bringen.

Gerda Idker nimmt auch Hunde bei sich auf, wenn die Halter in den Urlaub fahren. „Am liebsten sind mir die kleinen, aber wenn es nur für eine kurze Zeit ist, nehme ich auch einen größeren Hund.“ Bis zu sieben Mal täglich geht sie mit ihren Schützlingen vor die Tür - je jünger der Hund, desto häufiger. „Ich wohne auf dem Deich und habe eine große Wohnung im Erdgeschoss. Das ist für eine Pflegestelle eine gute Voraussetzung.“

• Pflegestellen werden immer wieder benötigt. Weitere Infos dazu und zu Hund Balou unter Tel. 04161 - 72031.