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Interview mit Katja Oldenburg-Schmidt: "Veränderungsprozesse sind eine Herausforderung"

Bürgermeisterin Katja Oldemburg-Schmidt (Foto: tk)
 
Die Sanierung und Erweiterung der Halepaghenschule ist eiens der großen Vorhaben, die 2018 geplant werden. Die Umsetzung wird aber erst ab 2019 sichtbar werden
tk. Buxtehude. Kontinuität von 2017 ins neue Jahr ist das Stichwort für Buxtehude für die kommenden zwölf Monate. Vieles, was in der ersten Planungsphase steckt, wird fortgeführt, sagt Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt im WOCHENBLATT-Interview zum Jahreswechsel. Kritik übt sie dabei an den neuen und strengen Vergaberichtlinien der EU für Planungsleistungen. "Der große Aufwand hat keinen Nutzen."

WOCHENBLATT: Was sind für Sie die Projekte und Themen - abgesehen von den großen, bekannten Vorhaben wie Schulsanierungen und Halle Nord - für 2018?
Katja Oldenburg-Schmidt: Natürlich stehen die Vorbereitungen und Planungen der großen Projekte, die Sie ja benannt haben, ganz vorn auf der Agenda. Investitionsmaßnahmen von mehr als 10 Mio. Euro binden natürlich viel Personal. Insofern sind diese Dinge bereits viel diskutiert worden. Dennoch dürfen wir auch Themen wie den Wassertourismus, die Weiterführung der Sportentwicklungsplanung oder die Planung eines städtischen Flächenmanagements nicht vergessen. Auch im Bereich des Stadtmarketings wollen wir den mittlerweile sehr hohen Standard an Qualität der Veranstaltungen gern halten. Dazu gehört für mich schon heute die Fortführung des Wintermärchens in der Weihnachtszeit. Im Bereich der Wirtschaftsförderung steht eine Innovationsinitiative ganz vorn auf der Agenda. Neben all diesen nach außen sichtbaren Projekten müssen wir intern auf eine strukturierte Personalplanung und -entwicklung achten, denn auch in der öffentlichen Verwaltung ist längst der Fachkräftemangel angekommen. Die Arbeitsplätze attraktiv zu gestalten, wird eine Herausforderung der nächsten Jahre sein.

WOCHENBLATT
: Wie weit werden diese Projekte Ende des nächsten Jahres sein?
Oldenburg-Schmidt: Bekanntermaßen treiben mich schon seit langem die Anforderungen an das Europäische Vergaberecht um. Im nächsten Jahr werden wir die großen Projekte schwerpunktmäßig vergaberechtlich bearbeiten. Das heißt, dass wir erst 2019 mit vielen Maßnahmen in eine sichtbare Umsetzung kommen. Für mich nach wie vor ein Ärgernis. Denn wir sehen in den ersten Maßnahmen bereits, dass der große Aufwand keinen Nutzen bringt. Die Anbieter kommen alle aus der Region, nur das Verfahren dauert deutlich länger.

WOCHENBLATT
: Was nehmen Sie sich für das neue Jahr vor?
Oldenburg-Schmidt: Ich gehöre nicht zu denjenigen, die jedes neue Jahr mit neuen Vorsätzen beginnen. Für mich sind die Veränderungsprozesse eine immerwährende Herausforderung, der ich mich gern stelle. Ich habe eine tolle Mannschaft hinter mir, mit der es Spaß macht, viel für die Stadt zu bewegen. Meinen Teil will ich zum Gelingen beitragen.
WOCHENBLATT: Drei Sätze zum zurückliegenden Jahr.
Oldenburg-Schmidt: In drei Sätzen ein ereignisreiches Jahr zu beschreiben, ist schwer. Ein Versuch: Das Jahr 2017 hat gezeigt, dass es in unserer Stadt viel zu bewegen gibt und sich viel bewegt. Sportliche Erfolge, kulturelle Vielfalt, bildungspolitische Projekte, nach wie vor ein großes ehrenamtliches Engagement prägen unsere Stadt. Die politische Neuformierung des Rates ist in den Arbeitsmodus übergegangen. Das alles ist gut für unsere Stadt.