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Ortsvorsteher aus Ottensen: "Bürgerbeteiligung ist mein Ziel"

Nachhaltigkeit liegt ihm am Herzen: Ottensens Ortsvorsteher Prof. Dr. Heinrich Meyer

Das WOCHENBLATT stellt in lockerer Reihenfolge Buxtehudes Ortsvorsteher vor, diesmal: Heinrich Meyer (70)

ab. Buxtehude/Ottensen. Die Geschwindigkeitsreduzierung im Ottensener Weg zwischen Buxtehude und Ottensen von 70 auf 50 Stundenkilometer geht auf sein Konto, ebenso auch die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h im Föhrenweg vor dem Kindergarten und der Grundschule: Prof. Dr. Heinrich Meyer (70), Ortsvorsteher im Buxtehuder Ortsteil Ottensen, hat in seinen 13 Monaten Amtszeit bereits viel bewegt.

Auch die Idee, der Rewe-Markt solle aufgrund der dortigen Umbaumaßnahmen vom Eckdahl in das Gebäude des ehemaligen TT-Marktes ziehen, stammt von ihm. „Mein Ziel ist jedoch eine aktive Bürgerbeteiligung - die Bürger sollen die Dinge stärker selbst in die Hand nehmen“, sagt der Universitätsprofessor für Berufspädagogik im Ruhestand und langjähriger Schulbuchautor.

In seiner Funktion als Ortsvorsteher gehe es ihm darum, Entwicklungen im Ort voranzutreiben. Oft sei das ein langwieriger Prozess, wie beispielsweise die Tempo-30-Zone im Föhrenweg. „Dafür mussten wir enorm kämpfen. In den Ratsgremien wurde bereits grünes Licht gegeben, aber rein technisch dauert es bis zur Umsetzung noch“, erzählt er.

1.300 Menschen leben, laut Meyer, in Ottensen, in ca. 450 Haushalten. Durch das letzte, fast fertiggestellte Neubaugebiet gebe es einen erhöhten Bedarf an Kita-Plätzen, jedoch keine ausreichenden Räumlichkeiten. Interessenvertreter der Eltern haben sich dem Problem angenommen.

Aber es fehlen auch Erzieher und Erzieherinnen. „Wir brauchen auch Männer“, fordert er und stellt gleich die in anderen Kontexten diskutierte Möglichkeit vor, wie mehr Kita-Personal gewonnen werden könnte: „Die Stadt beteiligt sich an der Finanzierung der Ausbildung und im Gegenzug verpflichten sich die angehenden Erzieher, für einige Jahre in Buxtehude ihren Job auszuüben.“