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OsteMed-Fusion: Verwirrspiel um Krankenhaus-Zukunft

Hat der Krankenhaus-Standort Zeven noch eine Zukunft? Das Elbe Klinikum hat nur an einer Fusion mit Bremervörde Interesse (Foto: Rotenburger Rundschau)

tk. Stade. Die Zukunft der defizitären Krankenhäuser der OsteMed-Gruppe in Zeven und Bremervörde und das mögliche Engagement der Elbe Kliniken dort, wird allmählich zum Verwirrspiel mit vielen Akteuren.

Klarer Kurs aus Stade: Am vergangenen Mittwoch haben die Elbe Kliniken ein Angebot für das Krankenhaus in Bremervörde abgegeben. Für die Einrichtung in Zeven gibt es nach WOCHENBLATT-Informationen nur eine Art Option für den Notfall. An einer tatsächlichen Übernahme sind die Elbe Kliniken nach wie vor nicht interessiert.

Obwohl der Landkreis Rotenburg, zurzeit alleiniger Eigentümer der beiden defizitären Krankenhäuser, schon selbst vorsichtig andeutet, dass die Zukunft Zevens nicht gesichert sei, gibt es allmählich Gegenwind aus der Rotenburger Kreispolitik. Die Stimmen im Kreistag werden lauter, die sich für einen dauerhaften Erhalt beider Häuser aussprechen.

Und plötzlich spielt das Land Niedersachsen mit und bringt einen Klinik-Neubau in Selsingen, ebenfalls auf Rotenburger Kreisgebiet, ins Spiel. Zu zwei Dritteln würde das Land den Neubau mit geschätzten Kosten von rund 50 Millionen Euro, unterstützen. Krankenhaus-Fachleute halten diese Summe allerdings für viel zu gering. Realistisch seien mindestens 70 Millionen Euro.

Klar ist: Wenn das Land einen Neubau erwägt, wird es kaum eine Förderung von Bremervörde und Zeven geben. Der Sanierungsstau in beiden Häusern ist erheblich. Klar ist auch, dass die Elbe Kliniken weder Bremervörde, geschweige denn beide Häuser, aus eigener finanzieller Kraft auf Vordermann bringen. Es stehen Investitionen in Buxtehude und Stade an und ein finanzielles Engagement im Nachbarlandkreis sei intern im Elbe Klinikum schwer zu vermitteln. Denn: Dass die Häuser in Buxtehude und Stade besser dastehen als die OsteMed-Einrichtungen, hat auch damit zu tun, dass es zu erheblichen Einsparungen kam, die von den Mitarbeitern der Elbe Kliniken hingenommen werden mussten.