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Reaktionen auf Lemkes Fusions-Idee mit Apensen

Niels Kohlhaase (Foto: tk)
Die Junge Union und Hans-Uwe Hansen (SPD) melden sich zu Wort

tk. Buxtehude. Die Idee vom grünen Fraktionschef Michael Lemke, dass Buxtehude und die Samtgemeinde Apensen zusammengehen sollten, ruft den langjährigen ehemaligen SPD-Ratsherrn Hans-Uwe Hansen auf den Plan. "So, wie Michael Lemke sich das vorstellt, funktioniert das nicht." Der Grüne wollte den Buxtehuder Rat vergrößern, damit Apensen genug Mitspracherecht habe. "Das lässt die Kommunalverfassung nicht zu", sagt Hansen. Erst mit einer Einwohnerzahl von mehr als 50.000 könne der Rat mehr Sitze bekommen. Buxtehude und die Samtgemeinde zusammen blieben unter dieser Grenze.
Richtig sei die Feststellung Lemkes, dass Apensen und Buxtehude schon heute auf enge Weise miteinander verbunden seien. Hinzu komme, so Hansen, dass Buxtehude Richtung Apensen wachse - sowohl beim Gewerbe als auch beim Wohnen. Die Nachbarn rücken also auch räumlich stückweise enger zusammen.
Doch das seit bei weitem nicht genug, um über ein Zusammenwachsen aus Buxtehuder Sicht nachzudenken. "Buxtehude würde nach einer Fusion bis an den Landkreis Rotenburg reichen", sagt Hansen. Das heißt, dass eine neue XXL-Kommune raumplanerisch ganz neues Nachdenken nach sich ziehe.
Zu Wort meldet sich in Sachen Fusions-Debatte auch die Junge Union (JU). Die hatte bereits 2010 unter dem Vorsitz von Achim Biesenbach eine solche Fusion vorgeschlagen. Allerdings hatte die JU Zahlen zu Landesmitteln und Schlüsselzuweisungen mitgliefert. "So gleicht Lemkes Vorschlag der Effekthascherei im Sommerloch", sagt Niels Kohlhaase, Vorsitzender der JU. Er begrüßt allerdings die erneute Diskussion über eine möglich Fusion. Niels Kohlhaase: "Das soll aber eine Liebesheirat und keine Zwangsehe sein." Wichtig sei jetzt, dass Fakten und Zahlen auf den Tisch kommen und eine ehrliche und sachliche Diskussion geführt werde.